WÜRZBURG

Josephine Uhlich und Magdalena Lang lesen am besten

Die zehn Kreissieger (im Hintergrund) und die beiden Gewinnerinnen auf Bezirksebene: Josephine Uhlich (vorne links) und Magdalena Lang (vorne rechts) vertreten Unterfranken beim Landesfinale des Vorlesewettbewerbs. Foto: Patrick Wötzel

Magdalena Lang aus Waldaschaff (Lkr. Aschaffenburg) und Josephine Uhlich aus Königsberg (Lkr. Haßberge) vertreten den Bezirk Unterfranken beim diesjährigen bayerischen Landesentscheid des Vorlesewettbewerbs. Die beiden Sechstklässlerinnen haben sich beim Bezirksentscheid in der Würzburger Buchhandlung „Neuer Weg“ gegen zehn weitere Kreissieger durchgesetzt.

Bundesweit nehmen jedes Jahr gut 620 000 Schülerinnen und Schüler aus rund 7000 Schulen an dem Wettbewerb teil, der bereits seit 1959 von der Stiftung Börsenverein des Deutschen Buchhandels durchgeführt wird und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Sie alle wollen zum Bundesfinale, das Mitte Juni in Berlin ausgetragen wird. Für Josephine Uhlich und Magdalena Lang fehlt nur noch ein einziger Schritt: der Sieg beim bayerischen Landesentscheid am 7. Mai in Fürth.

Knappes Rennen zwischen geübten Vorlesern

Bei der Entscheidung über den Sieg im Unterfranken-Finale muss es innerhalb der dreiköpfigen Jury – bestehend aus der Lehrerin Elisabeth Ludwig, der Buchhändlerin Dagmar Dauerer und dem Lyriker Manfred Kraus – knapp zugegangen sein: Denn alle zwölf Teilnehmer wussten mit Auszügen der von ihnen selbst ausgewählten Bücher zu überzeugen, und auch in der zweiten Runde mit einem unbekannten Text waren die Unterschiede nur schwer zu erkennen. Auch Nervosität oder Unsicherheit war bei so gut wie keinem Teilnehmer zu spüren – schließlich hatten sich alle bereits als Schulsieger und im Kreis durchgesetzt.

Zu den Bewertungskriterien der Jury gehören unter anderem die korrekte Aussprache, ein angemessenes Lesetempo, richtige Betonung, aber auch die schlüssige Auswahl der Textstelle und die Einhaltung der vorgegebenen vier Minuten Lesezeit.

Talent von der Mutter geerbt?

Britta Kiersch von der Buchhandlung „Neuer Weg“ organisiert seit Jahren die Würzburger Stadt- und Kreisentscheide und auch den Bezirksentscheid, der im Obergeschoss des Buchladens stattfand: „So ein Engagement findet man bei einem Internet-Buchhändler nicht unbedingt“, sagte Kiersch. Ihr Dank ging an die Lehrer der Teilnehmer: „Ohne ihren Impuls in den Klassen würde der Wettbewerb nicht funktionieren.“

Magdalena Lang ist die Siegerin aus dem Kreis Aschaffenburg-Stadt: „Ich habe das wohl von meiner Mutter geerbt, sie hat auch schon mal bei einem Vorlesewettbewerb mitgemacht“, sagte die Elfjährige vom Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg. Sie wird im Landesfinale mit „Tintenherz“ von Cornelia Funke an den Start gehen.

Vater Ratschlag wird wohl ignoriert

Josephine Uhlich aus dem Landkreis Haßberge besucht das Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt. „Ich lese bei jeder Gelegenheit. Manchmal bleiben mir nur 15 Sekunden, um von der Bibliothek ins Klassenzimmer zu sprinten“, erzählte die Zwölfjährige: „Der Wettbewerb ist für mich eine spannende Gelegenheit, etwas daraus zu machen, dass ich gut vorlesen kann. Bisher hat mir das nur den Ruf als Streberin eingebracht.“

Sie hat sich noch nicht entschieden, aus welchem Buch sie im Landesentscheid vorlesen wird. Nur eins weiß sie schon: Tom Sawyer von Mark Twain, der ihr von ihrem Vater ans Herz gelegt wird, ist nicht in der engeren Auswahl.

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