Kürnach

Jubiläum mit tragischem Finale

Mit einem eindrucksvollen Hiphop Tanz unter dem Motto "Feminist" zeigte die ID Dance Crew von Tanz An Schwebheim, dass es sich für jede Frau lohnt, für ihre Ziele zu kämpfen. Foto: Aurelian Völker

Viereinhalb Stunden Tanzsport auf höchstem Niveau mit einem abwechslungsreichen Programm, vielen Höhepunkten und einem tragischen Finale – das erlebten die Besucher bei der Jubiläumsgala der Schautanzgruppe Kürnach (STG). Anlass zum Feiern war das 20-jährige Bestehen des Vereins, der heute über 120 aktive Mitglieder zählt.

Deren verschiedene Formationen eröffneten mit einem 90er Medley den Abend. Bereits danach zeigte sich Jürgen Krümpel, Vorsitzender der STG, beeindruckt: "Ich bin sprachlos, die Halle ist voll, es herrscht eine super Stimmung und wir haben eine tolle Kulisse." Von Bürgermeister Thomas Eberth bekam er zum Jubiläum einen Gutschein für einen Bustransfer für jede Gruppe der STG überreicht.

Vielfältige Thementänze

Zu Beginn zeigte die jüngste Formation der STG, die Traumtänzer, in Kostümen, wie es sich anfühlt, ein Elefant zu sein. Es folgte der Auftritt des Glitzerballets der STG, bei dem zwei Piratenbanden um einen Schatz kämpften. Danach animierten die Zappelmäuse der STG als Handwerker verkleidet das Publikum zum Mitsingen zu "Bob der Baumeister".

Abwechslungsreich ging es weiter mit den Black Paws Juniors aus Würzburg, die eine Cheerleadingeinlage mit tollen Hebungen zeigten, später testeten die Black Paws Bananas mit atemberaubenden Wurfmanövern die Deckenhöhe aus.

Es folgten die STG Wirbelwindchen mit einem Schautanz-Charakter. In einer Bibliothek tauchten sie in die Welt der Dinosaurier ein, entdeckten Amerika und den menschlichen Körper. Der JTSC Dettelbach zeigte ein Polkasolo und ein Gardetanzmarsch, der TSC Volkach präsentierte neben einem Gardetanz-Duo eine Gardetanz-Polka mit Sprüngen, Spagaten und Akrobatik.

Die STG Tanzzwerge zeigten einen Schautanz -Charakter. Darin erschienen einem depressiven Mann der Tod, die Zeit und die Liebe in Person. Nach langer Zeit erkennt er, dass nur die Liebe zählt.

Hiphop, Poledance und Showtänze

Auch verschiedene Soli sorgten für Abwechslung. Zu Gast waren zwei Tanzmariechen vom TV 73 Würzburg und Solisten aus Altlußheim. Auch aus den eigenen Reihen der STG präsentierten drei Solisten ihr Können. Große Gefühle zeigte auch ein Duo aus Landshut. Ihr Tanz erzählte die Geschichte zweier Schwestern. Eine hat das Down Syndrom, die andere nimmt sie an wie sie ist und kümmert sich um sie.

Laut wurde es, als die Dance Crew von "Tanz An" aus Schwebheim zu Hiphop ihren Feminist-Tanz aufführte, der Frauen dazu ermutigen soll, ihre Ziele zu verfolgen. Dann hatten alle aktiven der STG ihren Auftritt. In einem Schnelldurchlauf wurden in Originalkostümen die besten Tänze aus den vergangenen 20 Jahren aufgeführt.

Der folgende Pole Dance wurde mit eindrucksvollen Bewegungen an der Stange aufgerührt. Danach zeigten zunächst die erst 2018 gegründeten Steinheimer einen temporeichen Showtanz, bevor die vor 90 Jahren gegründeten Unterspiesheimer unter dem Motto Evolution of Dance durch die verschiedenen Jahrzehnte seit ihrer Gründung führten.

Backstreetboys wieder vereint

Endlich folgte die von Moderator André Kessler lange angekündigte Reunion der Backstreetboys. Fünf Jungs um Vorsitzender Krümpel, die vor 20 Jahren die ersten Tänze der STG aufführten, tanzten die originalen Choreos der erfolgreichen Boyband und heizten die Stimmung im Saal erneut auf, so dass sie nicht ohne eine Zugabe die Bühne verlassen durften.

Mit schnellen Bewegungen nahmen anschließend die Profitänzer der Tuxedos Crew das Publikum mit auf eine Reise zurück in die 80er. Die Jungs kombinierten alte Musikklassiker mit modernen Hiphop Tänzen.

Tragisches Gänsehautfinale

Nachdem die Altlußheimer einen stimmungsvollen Schautanz im Freestyle aufführten, folgte das große Gänsehautfinale der STG Chiquitas. Ihr Schautanz handelte von einem begnadeten Maler, der Stimmen hört und dem droht, seinen Verstand zu verlieren. Hilfe sucht er bei Drogen, zu denen ihn dunkle Mächte verleiten. Die Musik und das Farbspiel kündigen bereits tragisches an – und doch fiebert der Zuschauer bis zum Ende mit dem Maler mit. Vergeblich.

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