VEITSHÖCHHEIM

Jüdisches erlebbar machen

Begrüßung der Tagungsteilnehmer durch Bürgermeister Rainer Kinzkofer im Hof des Jüdischen Kulturmuseums Synagoge Veitshöchheim. Foto: D. Gürz

„Jüdisches im Landkreis Würzburg”, unter diesem Motto stand ein Treffen des Arbeitskreises „Landjugendtum in Unterfranken“ in Veitshöchheim.

Im Landkreis Würzburg gab es einst etwa 30 jüdische Gemeinden, machte Dr. Martina Edelmann vom Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim deutlich. Synagogen, Friedhöfe und andere bauliche Spuren zeugten von der reichen jüdischen Geschichte der Region. Und in ganz Unterfranken gab es früher sogar 151 jüdische Gemeinden sowie 48 noch existierende jüdische Friedhöfe, ergänzte Rotraud Ries, Leiterin des Johanna-Stahl-Zentrums in Würzburg.

Der Arbeitskreis Landjudentum wird, so kündigte die Netzwerk-Projektmanagerin Rebekka Denz (Geschäftsstelle LAG Wein,Wald,Wasser in Thüngersheim) an, werde aktiv auch zwei Projekte mitgestalten.

Ausstellung und Themenwege

Zum einen eine Wanderausstellung, die sich der jüdischen Geschichte, deren kultureller Bedeutung, den jüdischen Gemeinden, ihren Institutionen, der Wirtschaftsgeschichte und einzelnen Biografien widmet. Zum anderen die Ausarbeitung von Themenwegen, auf denen die jüdische Geschichte der Region in Form von Stadtrundgängen, Radwegen und Rad-Wanderwegen „begehbar“ gemacht werden soll. Dieses Wege-Netzwerk soll den Regierungsbezirk Unterfranken durchziehen und verstehe sich als touristisches Angebot sowie als sichtbare Erinnerungsarbeit in der Region.

Für Interessierte will man weiter in den nächsten Wochen zwei Tagesexkursionen auf den Spuren der jüdischen Vergangenheit im Landkreis Würzburg anbieten: Die erste Exkursion führt am Sonntag, 29. April, von Höchberg über Zell und Veitshöchheim bis nach Rimpar. Die zweite Exkursion (10. Juni) verläuft von Aub über Gaukönigshofen bis nach Allersheim. Ein Reisebus startet und endet jeweils in Würzburg.

Nähere Infos dazu gibt es per Mail: denz@landjudentum-unterfranken.de.

Internetseite: (wird demnächst eröffnet) www.landjudentum-unterfranken.de.

Arbeitskreis

Das Wissen um den jüdischen Teil der unterfränkischen Geschichte, möchten 50 Personen, in erster Linie Heimatforscher, aus dem gesamten Regierungsbezirk, die seit 2009 im Arbeitskreis „Landjugendtum in Unterfranken“ mitarbeiten, stärker in der Öffentlichkeit verankert wissen. Dazu wurde im November 2011 ein kooperatives Netzwerk ins Leben gerufen, um Personen und Institutionen zu vernetzen, die sich mit der jüdischen Geschichte und Kultur in Unterfranken befassen. Neben dem Arbeitskreis sind die neun unterfränkischen Landkreise, die Städte Würzburg und Schweinfurt, der Bezirk Unterfranken, das Johanna-Stahl-Zentrum, verschiedene Fördervereine und sieben LAGs (EU-LEADER-Aktionsgruppen) aus Unterfranken als Partner beteiligt. Das Mitwirken im Arbeitskreis steht allen Interessierten offen.

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  • Geschichte des Judentums
  • Unterfranken
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