Würzburg

Katholische Theologie zentral in der Innenstadt

Professor Dr. Martin Stuflesser (links) und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Tobias Weyler packen beim Umzug mit an. Foto: Markus Hauck, pow

Kartons und Möbel werden von zahlreichen Helfern durch die Gegend transportiert. Dozenten räumen ihre Büros ein. Handwerker schließen letzte Geräte an: In den neuen Räumen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg herrscht rege Betriebsamkeit. Pünktlich zum Vorlesungsbeginn am Montag, 14. Oktober, soll der Betrieb am Standort in der Bibrastraße 14 beginnen. Das teilt der Pressedienst des Bischöflichen Ordinariats mit.

Durch die enge Zusammenarbeit von Bistum, Erlöserschwestern und der Uni sei es gelungen, das Projekt in einer Umbauzeit von anderthalb Jahren zu vollenden. „Für die rund 700 Studierenden der Theologie haben wir jetzt wertige und für Dauernutzung ausgelegte Räume“, sagt Dekan Professor Martin Stuflesser, Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft. Das sei zukunftsweisend, denn in den vergangenen Jahren sei die Zahl der Volltheologen von rund 100 auf derzeit 140 Magister-Theologiae-Studierende gestiegen.

Alle Lehrstühle der Katholischen Theologie unter einem Dach

Barrierefrei zugänglich, vereint das Gebäude auf dem Gelände des Klosters der Würzburger Erlöserschwestern erstmals alle Lehrstühle der Katholischen Theologie unter einem Dach. Rund 50 Büros, vier Seminarräume und eine zentrale theologische Bibliothek sind dort zu finden. Auf zehn Jahre läuft der Erbpachtvertrag zwischen Erlöserschwestern und Universität, mit Option auf Verlängerung.

„Für die großen Vorlesungen nutzen wir weiterhin die Säle in der Neuen Universität am Sanderring“, erläutert Stuflesser. Somit bleibe die Anbindung an die Gesamtuniversität gewährleistet. „Darüber hinaus stärkt der neue Standort der Fakultät die traditionsreiche Präsenz der Universität in der Würzburger Innenstadt. Juristische Fakultät, Institut für Musikforschung und Neue Universität sind in zum Teil direkter Umgebung.“ Und auch zur Domschule, dem Mentorat künftiger Religionslehrer, dem Zentrum für Theologiestudierende und Pastoralreferenten, dem Priesterseminar und Archiv und Bibliothek der Diözese Würzburg seien die Wege kurz.

Eröffnungsfeier im April mit Bischof Jung

Der Zeitplan für die neue räumliche Organisation der Katholisch-Theologischen Fakultät wurde mehr oder weniger von außen vorgegeben. Das Gebäude am Paradeplatz 4, seit 2008 einer der beiden großen von drei Standorten der Fakultät, hatte zwischenzeitlich den Eigentümer gewechselt und dieser hatte den Mietern zum 30. September 2019 gekündigt. Überlegungen für einen zentralen Standort der Theologie habe es ohnehin schon länger gegeben.

Bis zum Semesterstart werden auch die bislang noch offenen Stellen im neu angebauten gläsernen Treppenhaus verschlossen und alle 1600 Umzugskartons eingeräumt sein, zeigt sich Marco Weis, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft und Umzugsbeauftragter der Fakultät zuversichtlich.

Zum Wintersemester gebe es nur eine kleine Zeremonie, die eigentliche Eröffnungsfeier findet dann in der Woche von 20. bis 25. April 2020 statt. Dann feiert Bischof Franz Jung einen Gottesdienst und es gibt einen offiziellen Festakt zur Einweihung.

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