WÜRZBURG

Kaum bekannt: Das „Kartoffel-Denkmal“ auf dem Leighton-Areal

Kaum bekannt: Das „Kartoffel-Denkmal“ auf dem Leighton-Areal       -  Würzburg (Rö.)   Großes Erstaunen herrschte dieser Tage, als die Teilnehmer der Architekten-Rundfahrt in den Leighton Barracks an einer verglasten Pieta vorbei fuhren, die als „Kartoffel-Denkmal“ vorgestellt wurde. Die Figur steht an der Verlängerung der Rottendorfer Straße, die durch das Leighton-Areal führt. Selbst alteingesessenen Würzburgern war dieses Denkmal bislang kaum bekannt. Stadtrat Willi Dürrnagel, der ein großes Würzburg-Archiv besitzt, konnte weiterhelfen. Das Denkmall erinnert laut Inschrift an Philipp Adam Ulrich, der 1692 in Lauda geboren wurde. Ulrich studierte Jura und wurde sogar Professor an der Würzburger Universität. Bekannt wurde er als ein großer Förderer der Landwirtschaft. Er importierte Kleesamen und begründete damit den gezielten Futteranbau und hiermit verbunden den Aufschwung der Rinderzucht. Ein Fehlschlag war hingegen der Anbau von Maulbeerbäumen, auf denen sich Seidenraupen tummeln sollten. Einen Volltreffer landete er indes mit der Kartoffelzucht am Wöllrieder Hof. Dadurch wurde er zum Pionier der modernen Landwirtschaft. Ulrich starb am 8. November 1748 und ist in St. Peter beigesetzt, wo eine Gedenktafel an ihn erinnert. Das Würzburger Ehepaar Rossat ließ 1737 das Denkmal am Galgenberg aufstellen, das an Ulrich erinnert.
Würzburg (Rö.) Großes Erstaunen herrschte dieser Tage, als die Teilnehmer der Architekten-Rundfahrt in den Leighton Barracks an einer verglasten Pieta vorbei fuhren, die als „Kartoffel-Denkmal“ vorgestellt wurde. Die Figur steht an der Verlängerung der Rottendorfer Straße, die durch das Leighton-Areal führt. Selbst alteingesessenen Würzburgern war dieses Denkmal bislang kaum bekannt. Stadtrat Willi Dürrnagel, der ein großes Würzburg-Archiv besitzt, konnte weiterhelfen. Das Denkmall erinnert laut Inschrift an Philipp Adam Ulrich, der 1692 in Lauda geboren wurde. Ulrich studierte Jura und wurde sogar Professor an der Würzburger Universität. Bekannt wurde er als ein großer Förderer der Landwirtschaft. Er importierte Kleesamen und begründete damit den gezielten Futteranbau und hiermit verbunden den Aufschwung der Rinderzucht. Ein Fehlschlag war hingegen der Anbau von Maulbeerbäumen, auf denen sich Seidenraupen tummeln sollten. Einen Volltreffer landete er indes mit der Kartoffelzucht am Wöllrieder Hof. Dadurch wurde er zum Pionier der modernen Landwirtschaft. Ulrich starb am 8. November 1748 und ist in St. Peter beigesetzt, wo eine Gedenktafel an ihn erinnert. Das Würzburger Ehepaar Rossat ließ 1737 das Denkmal am Galgenberg aufstellen, das an Ulrich erinnert. Foto: FOTO Norbert Schwarzott
Würzburg (Rö.) Großes Erstaunen herrschte dieser Tage, als die Teilnehmer der Architekten-Rundfahrt in den Leighton Barracks an einer verglasten Pieta vorbei fuhren, die als „Kartoffel-Denkmal“ vorgestellt wurde. Die Figur steht an der Verlängerung der Rottendorfer Straße, die durch das Leighton-Areal führt. Selbst alteingesessenen Würzburgern war dieses Denkmal bislang kaum bekannt. Stadtrat Willi Dürrnagel, der ein großes Würzburg-Archiv besitzt, konnte weiterhelfen. Das Denkmall erinnert laut Inschrift an Philipp Adam Ulrich, der 1692 in Lauda geboren wurde. Ulrich studierte Jura und wurde sogar Professor an der Würzburger Universität. Bekannt wurde er als ein großer Förderer der Landwirtschaft. Er importierte Kleesamen und begründete damit den gezielten Futteranbau und hiermit verbunden den Aufschwung der Rinderzucht. Ein Fehlschlag war hingegen der Anbau von Maulbeerbäumen, auf denen sich Seidenraupen tummeln sollten. Einen Volltreffer landete er indes mit der Kartoffelzucht am Wöllrieder Hof. Dadurch wurde er zum Pionier der modernen Landwirtschaft. Ulrich starb am 8. November 1748 und ist in St. Peter beigesetzt, wo eine Gedenktafel an ihn erinnert. Das Würzburger Ehepaar Rossat ließ 1737 das Denkmal am Galgenberg aufstellen, das an Ulrich erinnert.

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