Kein Geld für Bismarcks Turm

Würzburg Würzburgs unbekanntestes Monument fristet oberhalb von Grombühl auf dem Steinberg ein eher kümmerliches Dasein: 15 Meter reckt sich der Bismarckturm gen Himmel. Vor genau 100 Jahren, am 2. Juli 1905, wurde er eingeweiht.
Bei der Feier an jenem Sonntag schmetterte eine Militärkapelle zackige Lieder, Stadtverwaltung, Militär, Uni und Kriegervereine stellten Abordnungen, es gab Böllerschüsse, ein "Hoch" auf Kaiser Wilhelm II. und abends einen studentischen Fackelzug vom Residenzplatz zum Turm. Die deutsche Welt schien noch in Ordnung, Patriotismus war angesagt, der Erste Weltkrieg kam er erst neun Jahre später. Der 1898 gestorbene Otto von Bismarck, Reichsgründer und langjährige Kanzler, war in Würzburg populär, obwohl er die Stadt nur zweimal besucht hatte: 1876 mit Kaiser Wilhelm I.
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