Würzburg

Kein Silvesterfeuerwerk? Das sagen Menschen in Würzburg dazu

Die Deutsche Umwelthilfe fordert, die private Silvesterböllerei in 31 deutschen Städten zu verbieten. Auch Würzburg ist betroffen. Die Meinungen dazu gehen auseinander.
Kanonenschläge und Böller stehen auf einem Verkaufstisch: Die Deutsche Umwelthilfe fordert, die private Silvesterböllerei in 31 deutschen Städten wegen der hohen Feinstaubbelastung zu verbieten, darunter auch Würzburg. Foto: Patrick Seeger

Die Deutsche Umwelthilfe stellte in 31 deutschen Städten, darunter in Würzburg, den Antrag, die private Silvesterknallerei zu verbieten. Die Anträge richten sich an jene Städte, in denen die Luft mit einer Feinstaubbelastung von mindestens 20 Mikrogramm pro Quadratmeter belastet ist. In Würzburg klagt der Verein außerdem bereits für ein Dieselfahrverbot auf dem nördlichen Stadtring. Im Würzburger Rathaus nimmt man den erneuten Vorstoß der Deutschen Umwelthilfe ernst. Bei einer Umfrage unter Passanten in Würzburg gehen die Meinungen allerdings auseinander.

Tom Reiner hält ein Böllerverbot wegen Feinstaubbelastung für übertrieben. Foto: Jürgen Sterzbach

Tom Reiner (27): Im Endeffekt gibt es beim Umweltschutz doch andere Ansatzpunkte, an denen man erst einmal etwas machen sollte. Ich glaube, dass in Würzburg in einem gewissen Bereich ein privates Feuerwerk an Silvester doch sowieso schon verboten ist. Aber das jetzt aus diesen Gründen ganz zu verbieten, das finde ich etwas überzogen.

Florian Dittmann würde ein Verbot der Knallerei in der Stadt begrüßen. Foto: Jürgen Sterzbach

Florian Dittmann (34): Ich bin auf jeden Fall dafür, dass für Privatpersonen ein Feuerwerk in der Stadt verboten wird. Es gibt zu viele Leichtsinnige, die Böller in Richtung Menschen schmeißen. In der Sanderstraße muss man ja schon beim Herumlaufen aufpassen. Nur die Stadt sollte sowas dürfen, zum Beispiel auf Sperrflächen wie dem Residenzplatz.

Alicia Kantel findet ein zentral organisiertes Feuerwerk ohnehin besser. Foto: Jürgen Sterzbach

Alicia Kantel (18): Ich finde es besser, ein zentrales Feuerwerk zu machen. Dann gibt es zwar trotzdem noch ein Feuerwerk an Silvester, aber nicht mehr jeder böllert so viel in der Gegend rum, wie er will. Es ist halt auch immer so, dass die meisten ihren Müll nicht wieder einsammeln. Der bleibt dann einfach irgendwo in der Stadt liegen.

Reinhard Keupp hält ein Verbot der Silvesterknallerei nicht für sinnvoll. Foto: Jürgen Sterzbach

Reinhard Keupp (68): Feuerwerk gibt es doch schon seit so vielen Jahren und plötzlich ist das nicht mehr relevant. Natürlich ist Umweltschutz jetzt ein großes Thema. Es ist ganz klar, dass dafür etwas getan werden muss. Aber so ein Verbot halte nicht für sinnvoll. Außerdem haben China und die USA viel mehr Luftverschmutzung als Deutschland.

Ursula und Marie Heydler könnten auf das Silvesterfeuerwerk verzichten. Foto: Jürgen Sterzbach

Ursula (53) und Marie Heydler (21): Ich bin dafür, dass privates Feuerwerk verboten wird. Wir sollten die Umwelt nicht noch mehr belasten. Man sollte ein geplantes Feuerwerk für alle machen, das sich jeder anschauen kann. Aber es muss nicht jeder drei Böller loslassen. Feuerwerk ist schon witzig, aber wir würden auf jeden Fall freiwillig darauf verzichten.

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