WÜRZBURG

Keine Landesgartenschau ohne den Bund Naturschutz

Umwelttag Wü       -  Das Ökohaus auf dem Gelände der Landesgartenschau von 1990. Foto: Main-Post-Archiv
Das Ökohaus auf dem Gelände der Landesgartenschau von 1990. Foto: Main-Post-Archiv Foto: unbekannt

Auf einem Gelände von rund 1000 Quadratmetern wird sich der Bund Naturschutz mit verschiedenen Themen präsentieren. Zentrum ist ein Informationspavillion. Hier werden über die Monate der Schau verschiedene Themen begleitet, und es werden Vorträge präsentiert. Diese korrespondieren mit Präsentationen im Freigelände. Die drei Schwerpunkte sind Schmetterlinge, alte Kultursorten von Nutzpflanzen und Klostermedizin in Zusammenarbeit mit einer Forschergruppe der Universität Würzburg.

Schmetterlinge im Jahreslauf

Die Artenvielfalt ist ein zusammenhängendes Thema. Für den Bereich der Schmetterlinge und Falter, die in einer Voliere gezeigt werden, zeichnet BN-Mitarbeiterin Dr. Martina Alsheimer verantwortlich. Die Schmetterlinge werden selbst gezüchtet. Es sind hauptsächlich Raupen von nicht geschützten Arten. Aber auch geschützte Arten werden zu sehen sein, die von Züchtern über Internet-Foren bezogen werden. Im Jahreslauf werden rund 30 Arten vorgestellt. Das Angebot wird sich von Woche zu Woche ändern. Es werden sehr seltene Arten zu sehen sein, die man sonst nur in botanischen Gärten findet. In den umliegenden Beeten gibt es dann eine spezielle Bepflanzung für Schmetterlinge.

Am Wochenende Programm für Familien

Studenten der Universität begleiten das Projekt im Rahmen des „grünen Klassenzimmers“. Die BN- Kreisgruppe wird eigens für die Gartenschau einen Informationspavillion erstellen, in dem unter der Leitung des BN-Bildungsreferenten Klaus Isberner über die ganze Zeit der Gartenschau ein wechselndes Programm geplant ist. Dieses Programm steht im Zusammenhang mit der Artenschau im Freigelände. Vorgesehen sind Führungen und Vorträge, an den Wochenenden ist jeweils Programm für Familien.

Einen wichtigen Beitrag zur Darstellung der Artenvielfalt leistet der Eisinger Landschaftsgärtner Wolfgang Väth. Er stellt ein großes Sortiment regionaler Kulturpflanzen vor, die teilweise längst vergessen sind. Dazu gehören Pflanzen, die früher Nahrungsmittel oder Heilmittel waren. Auch die traditionellen Blumen werden dabei nicht vergessen.

Anwendung von Arzneipflanzen

Eine geniale Ergänzung wird der Beitrag der Forschergruppe Klostermedizin unter der Leitung von Dr. Johannes Gottfried Mayer von den Universitäten Würzburg und Erlangen-Nürnberg sein. Die Forschergruppe wurde 1999 gegründet, um das Wissen und die Anwendung von Arzneipflanzen im Mittelalter systematisch zu erforschen.

Erforschen pflanzlicher Antibiotika

Das Hauptthema des Auftritts Der Forschergruppe beim Bund Naturschutz auf dem Gartenschaugelände sind Pflanzliche Antibiotika, ein Thema, das nach Auskunft des Forscherteams immer größere Bedeutung haben wird, weil die Resistenz von Keimen gegen die klassischen Antibiotika rasant zunimmt. Die Forschergruppe plant regelmäßige halbstündige Führungen zu Ihren Pflanzenbeeten.

Für die Kreisgruppe Würzburg im Bund Naturschutz ist der Auftritt bei der Landesgartenschau eine riesige Herausforderung. Immerhin ist neben der Vorbereitung eine Präsenz über ein halbes Jahr erforderlich. Die Mitglieder werden deshalb schon jetzt zur ehrenamtlichen Mithilfe aufgefordert. Aber abgesehen von der hervorragenden Möglichkeit, sich dauerhaft einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren, hat es die Kreisgruppe Würzburg der letzten Landesgartenschau 1990 zu verdanken, dass sie im Luitpoldgraben das wohl schönste Domizil in ganz Bayern hat.

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