Leinach

Kindergarten-Erweiterungsneubau im Eiltempo

Auf dem Grundstück im Vordergrund soll bis Herbst nächsten Jahres ein Erweiterungsneubau des bestehenden Barbara-Gram´schen Kindergartens (rechts) für drei Kleinkindgruppen entstehen. Soweit möglich, möchte der Gemeinderat den aktuell schon genutzten Container als Notlösung in der Hinterhand behalten. Foto: Herbert Ehehalt

Die von der Gemeinde durchgeführte Bedarfsplanung zur Kinderbetreuung bestätigte, was zu erwarten war: Trotz des Umbaus einer Wohnung zur Kleinkindbetreuung im Kindergarten St. Elisabeth im Vorjahr und einer zunächst auf zwei Jahre begrenzten Container-Variante am Barbara-Gram´schen Kindergarten besteht akuter Platzmangel.

Entsprechend aktiv bemühen sich alle Beteiligten Abhilfe zu schaffen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates legte Architekt Stephan Haas (Eibelstadt) vier Entwürfe vor, wie eine Erweiterung des Barbara-Gram´schen Kindergartens zu realisieren ist. Eine dringend notwendige Umsetzung bis zum September kommenden Jahres bezeichnete der Architekt als "äußerst sportlich".

"Mit 44 Neugeborenen im Vorjahr war für die Gemeinde Leinach ein bisher nie dagewesener Geburtenrekord zu verzeichnen. Und auch im Januar 2019 wurden erneut sechs Geburten registriert", berichtete Geschäftsleiter Rainer Reichert dem Gemeinderat. Die Folge: Trotz bestehender 52 Betreuungsplätze im Kindergarten St. Elisabeth und weiterer 99 Plätze im Barbara-Gram´schen Kindergarten mangelt es an Räumen zur Kinderbetreuung.

Nur zu einer kleinen Entspannung beitragen konnte dabei der Umbau einer Wohnung im St.-Elisabeth-Kindergarten im Vorjahr. Gleichzeitig ist die zur Überbrückung geschaffene Container-Lösung am Barbara-Gram´schen Kindergarten nur zeitlich begrenzt. Aus dem zwar erfreulichen Anstieg der Neugeborenen ergebe sich spätestens zum September nächsten Jahres ein akuter Mangel an Betreuungsplätzen. Mit einer Neubau-Erweiterung des Barbara-Gram´schen Kindergartens soll der notwendige Platz geschaffen werden, so die einhellige Absicht des Gemeinderates.

Positiv dabei: Dessen Erweiterung auf einem unmittelbar angrenzenden Grundstück ist leicht möglich. Das Gelände befindet sich im Besitz der Gemeinde. Als eine der wichtigsten Fragen galt es für den Gemeinderat zunächst zu klären, ob eine direkte Verbindung zwischen Erweiterung und dem bestehenden Kindergarten entstehen soll.

Konkrete Planungsvorgaben für den Architekten legte der Gemeinderat in bisher nicht gekannter Eile fest. Durch Neubau sollen dabei Räume für drei Kleinkindgruppen entstehen. "Die Entwicklung weiter gedacht, stellt die Frage, ob die neuen Räume nicht auch für Regelgruppen ausgelegt sein sollten. Diese müssten allerdings je Gruppe zehn Quadratmeter größer sein", gab Architekt Stephan Hass zu bedenken.

Den Einwand griff der Gemeinderat auf, hinsichtlich der weiteren Planungsvorgaben für den Architekten. So hält das Gremium für den Neubau neben einer Anbindung an den bestehenden Kindergarten auch einen separaten Zugang, geringe Verkehrswege, den Verzicht auf einen Aufzug sowie eine modulare Gestaltung für eine spätere anderweitige Nutzung für sinnvoll.

Nach Aussage des Architekten setze eine Inbetriebnahme des Neubaus im September kommenden Jahres einen Bauantrag bis spätestens Juli diesen Jahres voraus. Der Baubeginn müsste im ersten Quartal 2020 erfolgen.

Neben dem erforderlichen Neubau ist es Wunsch des Gemeinderates, die aktuelle Container-Variante als Notlösung in der Hinterhand behalten zu können. In der Bedarfsplanung der Gemeinde beinhaltet ist bereits die Entstehung des Baugebiets "An der Linde 2". Zu den geplanten 47 Baugrundstücken geht die Gemeinde von einem Gesamtbedarf von jährlich zehn, insgesamt vierzig Kindergartenplätzen aus. Aus der Bedarfsplanung ergibt sich laut Geschäftsleiter Rainer Reichert die Notwendigkeit von künftig sechs Regelgruppen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

Darüber hinaus sei ab Herbst 2020 auch eine Waldkindergartengruppe geplant. Laut Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) soll der Bedarf hierfür in den kommenden Wochen über das Gemeindeblatt abgefragt werden. Parallel zur Ausarbeitung einer konkreten Planungsvariante wurden Verwaltung und Architekt vom Gemeinderat beauftragt, frühzeitig Landratsamt und Regierung zu dem Vorhaben zu informieren und die Inanspruchnahme von Fördermitteln anzumelden.

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