WÜRZBURG/EICHENBÜHL

"Kirche soll sich hinter Opfer stellen"

Der Pfarrer ist in den Laienstand versetzt. Die Kirche hat sich offiziell entschuldigt. Doch zwei Opfer aus Eichenbühl fordern mehr von der Leitung des Bistums Würzburg.
Kruzifix im Mittelgang des Langhauses in der katholischen Pfarrkirche St. Cäcilia von Eichenbühl im Landkreis Miltenberg. Foto: Foto: Christine Jeske
Plötzlich ist alles wieder da. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel tauchen die Bilder in ihrem Kopf aus dem Jahr 1977 auf. Sie ist wieder das Mädchen von sieben Jahren. Sie sitzt wieder auf dem Schoß des Pfarrers. Sie hört sein Lachen, riecht ihn, spürt seine Finger, die sich in ihre Unterhose, zwischen ihre Beine schieben. Sie sieht ihren Vater auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches. Er unterhält sich mit dem Pfarrer. Auch er lacht. Er bemerkt nichts. Das kleine Mädchen wehrt sich nicht. Es lässt alles geschehen, fühlt sich hilflos. Es weiß aber, dass das, was der Pfarrer tut, keinesfalls richtig ist. ...
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