HÖCHBERG

Kirchweih: Duft von gebrannten Mandeln und Steckerlfisch

Kirchweih Höchberg: Hammeltanz im Regen, kein Problem für die Teilnehmer, sie tanzten mit und ohne Schirme weiter.
Kirchweih Höchberg: Hammeltanz im Regen, kein Problem für die Teilnehmer, sie tanzten mit und ohne Schirme weiter. Foto: Matthias Ernst

Zwei Ereignisse sind es, welche die Höchberger Kirchweih ausmachen. Zuerst einmal das kirchliche Fest der Weihe der Pfarrkirche Mariä Geburt und seit einigen Jahren am selben Tag der „Tag der Vereine“. Zusammen mit dem einzigen verkaufsoffenen Sonntag in der Marktgemeinde sind diese beiden parallelen Veranstaltungen ein Garant für viele Besucher im Ort. Der Tag begann mit einem festlichen Gottesdienst, begleitet von den beiden Höchberger Kirchenchören, in dem Pfarrer Matthias Lotz einlud, das Verbindende zu suchen und aufeinander zuzugehen.

Hier waren viele Vereine mit ihren Fahnenabordnungen und Vertretern anwesend, die im Anschluss an den Gottesdienst mit den Musikfreunden Höchberg in einem Festzug zur TG-Halle liefen, wo die Fußballer der TG Höchberg ein Mittagessen anboten. Trotz großer Anstrengungen seitens des Vereins war der Zuspruch nicht so groß, wie erwartet. „Wir werden die Bewirtung in der TG-Halle zukünftig nicht mehr übernehmen“, sagte ein frustrierter Vorstand Konrad Harant in einer ersten Reaktion. Dieser Trend halte leider schon seit Jahren an, fuhr er fort.

Fahrende Händler

Besser lief es in der Hauptstraße. Hier lag der Duft von Mandeln und Steckerlfisch in der Luft. Mehrere fahrende Händler ergänzten das Angebot der Höchberger Geschäftsleute, die ihre Läden geöffnet hatten und mit Attraktionen lockten. Doch nicht nur im Altort hatten die Geschäfte geöffnet, sondern auch im Gewerbegebiet. Wegen der Baustelle in der Heidelberger Straße lagen sie zwar etwas abseits, zogen aber trotzdem Kunden an.

Die Höchberger Werbegemeinschaft, die den Kirchweihjahrmarkt seit Jahren organisiert, hatte auch mehrere Musiker engagiert, die teils durch die Straßen zogen oder vor dem Rathaus und dem Wagnergässchen Aufstellung bezogen. Immer mehr Vereine beteiligen sich glücklicherweise wieder am Kirchweihjahrmarkt, so dass man fast überall in den Höfen und Ecken etwas geboten bekam.

Gut besuchter Flohmarkt

Sehr gut besucht war zum Beispiel der Flohmarkt des katholischen Frauenbundes im Hof der Familie Gennheimer oder das Kinderprogramm des Zirkus Frosch im Hof des ehemaligen Bioladens. Immer ein Anziehungspunkt ist der Bücherflohmarkt der Bibliothek, wo man für wenig Geld viel Literatur geboten bekam. Die Feuerwehr präsentierte sich und ihre Ausrüstung gegenüber dem Rathaus und war immer ein Anziehungspunkt, genauso wie die Hüpfburg der Johanniter beim Krackenbrunnen oder das Kinderkarussell vor dem ehemaligen Kupschgelände.

Auf dem Marktplatz fand der traditionelle Hammeltanz des Heimat- und Trachtenvereins statt, obwohl es kurz vorher geregnet hatte. Die Teilnehmer tanzten eben mit Schirm zu den Klängen der Musikfreunde um den Kirchweihpuschen. Sieger beim Hammeltanz wurden Elmar Ruß und Wilma Schmidt, die im Gemeindeleben auch sonst sehr aktiv sind. Sie sind Ehrengäste beim Nachkirchweihfest des Heimat- und Trachtenvereins am kommenden Samstag im Gasthaus Goldener Adler.

Heißer Jazzdance

Zum Schutz der teuren Trachten vor Nässe musste allerdings die Aufführung der Volkstänze entfallen. Nicht so zimperlich waren die Jazzdance-Damen, die mit einem heißen Tanz den Regen vertrieben und von den Besuchern mit Beifall bedacht wurden. Der Schauer war vorbei und die Menschen zogen wieder durch die Straßen oder ließen sich an den zahlreichen Ständen nieder, die Essen und Trinken anboten.

Auf jeden Fall soll es Veränderungen am Konzept des Kirchweihmarktes und des Tages der Vereine für nächstes Jahr geben, konnte man von Seiten der Vereine hören, die sich gerne für ihren Ort engagieren.

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