Leinach

Klares Bekenntnis zu Forstbetriebsplan und Schwarzkiefernwal

Umfassende Informationen zu "intensiven Jahren für die Gemeinde seit Beginn der Grundschulsanierung im Jahr 2017" lieferte Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) den etwa fünfzig Besuchern der Bürgerversammlung in der Leinachtalhalle. Angesichts vieler in Angriff genommener Projekte zur Entwicklung der Gemeinde gab es dabei keineswegs Veranlassung zu Bedenken unter den Zuhörern.

Allerdings verbreitete sich kollektive Betroffenheit, als Klüpfel auf die gravierenden Auswirkungen des letztjährigen Extremsommers auf den so bedeutenden Schwarzkiefernwald einging. Die einzige Anfrage durch Berthold Franz, ob Nachpflanzung oder Saat möglich ist zur Rettung des Waldes, galt folglich auch der aktuell im Ort brennenden Thematik. "Gegensteuern ist schwierig und in erster Linie abhängig von der Witterung bis zum Herbst. Die Hoffnung liegt auf ergiebigem Regen und dadurch Erholung für unseren Wald. Sonst werden langfristig chirurgische Eingriffe, wie sie in der letzten Woche erfolgt sind, nicht mehr ausreichen", stellte Klüpfel beinahe resignierend fest.

Schwarzkiefernwald hat massiv gelitten

Gleichzeitig versicherte der Bürgermeister: Seitens der Gemeinde werde es keine Abweichung geben von dem erst 2017 beschlossenen Forstbetriebsplan. In dem Maßnahmenkatalog zur Waldbewirtschaftung für die nächsten zwanzig Jahre hatte sich der Gemeinderat klar und unmissverständlich gegen einen Waldumbau durch Verzicht auf die Schwarzkiefern ausgesprochen.

Wie berichtet, hat der 184 Hektar umfassende Schwarzkiefernwald rund um Leinach durch Niederschlagsmangel, Hitze und Trockenheit während des letzten Sommers massiv gelitten. Erstmals in seiner bald 140-jährigen Geschichte ist der Bestand, der als der größte Schwarzkiefernwald Deutschlands gilt, in seiner Existenz gefährdet. Lediglich blieb es Klüpfel vorbehalten, auch die privaten Eigentümer auf die gesetzlich gegebene Verkehrssicherungspflicht hinzuweisen. Auch die im Privatwald in ihrer Standfestigkeit gefährdeten Bäume seien vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten markiert worden zur Entnahme. "Die weitere Verantwortung liegt nun einzig beim Eigentümer", mahnte der Bürgermeister.

Bürgermeister berichtete von zahlreichen Projekten

Weitaus positivere Nachrichten enthielt der Rechenschaftsbericht, in dem Klüpfel auf zahlreiche in Angriff genommene Projekte einging. Die Privatwaldbereinigung werde nun forciert angegangen mit der Gründung eines vorbereitenden Arbeitskreises. Ein zukunftsweisendes Projekt für die Menschen im Leinachtal befindet sich aktuell durch einen Investor in Vorbereitung. In Nähe zum Dorfladen sollen dabei in zentraler Lage seniorengerechte Wohnungen entstehen. Nach den Vorarbeiten durch den Gemeinderat sei dies nun allerdings einzig und allein abhängig vom Investor.

Und auch die Planungen der Gemeinde zum dringend notwendigen Neubau von drei Kleinkindgruppen werden derzeit mit Nachdruck verfolgt. Über den Planungsstatus hinaus ist bereits die Entwicklung des Baugebiet "Linde 2". Hierzu steht schon in der Sitzung des Gemeinderates am 4. April die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen nach der öffentlichen Auslegung bevor.

Umfeld der Julius-Echter-Kirche wird neu gestaltet

Eine topaktuelle Information hatte der Bürgermeister zur ebenfalls geplanten Umfeldgestaltung der Julius-Echter-Kirche. Just am Tag der Bürgerversammlung ging bei der Gemeinde die Bewilligung der Regierung von Unterfranken zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn ein. "Damit ist die Ausschreibung der Arbeiten und Baubeginn eventuell noch im kommenden Sommer möglich", hoffte Klüpfel.

Die im Jahr 2017 begonnene energetische Ertüchtigung der Grundschule, bei laufendem Betrieb, konnte laut Klüpfel mittlerweile abgeschlossen werden. In Fortsetzung dessen steht noch die Verbesserung des Brandschutzes aus, sowie der Bau des zweiten Rettungsweges. Zwei Stahltreppen, jeweils an den Giebelseiten sollen für Fluchtmöglichkeiten sorgen. Zuzüglich des Umbaus einer Wohnung und Kauf eines Containers für jeweils eine Kinderkrippengruppe seien Gesamtinvestition entstanden für die junge Generation von etwa vier Millionen Euro. "Ohne kräftige staatliche Förderungen seien diese aber nicht zu realisieren gewesen", betonte Klüpfel.

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