LEINACH

Klares Nein zu jedweder B 26n-Variante

Wie auch immer: die Ablehnung der B 26n bleibt. Dies wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n in Leinach einmal mehr deutlich. Wie die BI in einer Presseinformation mitteilt, wurden in Leinach Eckpunkte für das Handeln im Sinne eines neuen Gesamtverkehrskonzepts für die Landkreise Main-Spessart und Würzburg mit sehr großer Mehrheit beschlossen.

Damit wolle der Verein klar Position in der aktuellen Debatte um die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans beziehen, teilt der Vorsitzende Matthias Zorn (Hettstadt) mit. In der Präambel beziehen sich die B 26n-Gegner darauf, dass der Verein 20 Mitgliedsgemeinden in den Landkreisen Würzburg und Main-Spessart, sowie etwa 2400 Einzelmitglieder und 30 Mitgliedskörperschaften hat und somit eine der größten Bürgerinitiativen in Nordbayern ist. Man vertrete hiermit über 74 000 Bürgerinnen und Bürger in der Region Mainfranken. In der Pressemeldung heißt es: „Das Papier beinhaltet folgende Punkte:

• 1. Grundsatz: Wir lehnen den Bau der B 26n und die bisherigen Planungen dazu entschieden ab. Für uns ist die B 26n auf der landesplanerisch beurteilten Trasse durchgängig von der A7 bis zur A3 nicht akzeptabel; weder bei einem zwei- noch mehrspurigen Ausbau.

• 2. Ziel: Wir wollen daher, dass das Projekt B 26n – egal in welcher Variante – in den beiden derzeit formulierten Abschnitten aus dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) heraus genommen wird.

• 3. Unsere Region betreffend müssen der Ausbau von A3 und A7, sowie die Ortsumfahrungen der B 26 bei Gemünden und Rechtenbach im BVWP in einen vordringlichen Bedarf eingestuft werden.

• 4. Die Machbarkeitsstudie 2001 ist hinfällig, da sie sich auf eine Autobahn-Westumgehung fixiert, deren Bedarf nicht vorhanden ist.

• 5. Im Raum westliches Mainfranken ist zu untersuchen, durch welche Ausbaumaßnahmen (auch Ortsumgehungen) bestehender Verkehrswege das Verkehrsnetz bedarfsgerecht ertüchtigt werden kann.

• 6. In diese Untersuchungen soll auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) der Region und sein Entwicklungspotenzial (z.B. Werntalbahn) einbezogen werden.

• 7. Die Verkehrsanalysen und die Entscheidungen über Strukturmaßnahmen sollen künftig unter Mitwirkung kommunaler und regionaler politischer Gremien sowie hoher Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger erfolgen.“

Man werde „nicht die Katze im Sack kaufen“, betonte Zorn. Wenn die B 26n in der landesplanerisch beurteilten Form, in welcher Variante auch immer, im Bundesverkehrswegeplan bleibe, dann blockiere sie sämtliche bedarfsgerechten, regionalen und lokalen Lösungen auf Jahrzehnte. Das könne, so schreibt Zorn, nicht im Sinn der Betroffenen, vor allem im Werntal sein: „Wenn die B 26n aus dem BVWP raus ist, können wir über alles reden.“

Die Verantwortlichen der BI sehen es nun als erforderlich an, den Widerstand erneut zu aktivieren, um Druck auf die Entscheidungsträger in Berlin und München zu machen.

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