KLEINRINDERFELD

Kleinrinderfelder Gemeinderat streitet über neue Dorfmitte

Fast fertig ist das medizinische Versorgungszentrum. Schlüsselübergabe ist am 30. März. Über den zweiten Bauabschnitt wurde im Gemeinderat jetzt heftig diskutiert. Doch zunächst wird ein Investor gesucht. Foto: Ernst

Nachdem zum 1. April das medizinische Versorgungszentrum bezugsfertig wird und die neuen Mieter einziehen, hat die CSUKL im Kleinrinderfelder Gemeinderat den Antrag gestellt, zeitnah mit dem Bauabschnitt II, der intern gern als „Dorfladen“ bezeichnet wird, zu beginnen.

Der Original-Antrag lautete auf „Beratung und Beschluss über die zeitnahe Fertigstellung des Bauabschnitts II am neuen Dorfplatz, um die Ortsmitte zu stärken“. Warum in der Beschlussvorlage des Gemeinderates der letzte Halbsatz fehlte, darüber kann man nur spekulieren.

Der Bauabschnitt II war bei der Beschlussfassung über das gesamte Areal erst einmal aus Kostengründen zurückgestellt worden. Es war allerdings damals schon allen Gruppierungen und Parteien wichtig, dass das medizinische Versorgungszentrum ergänzt wird, um das Areal noch attraktiver zu machen.

„Wir wollen auf keinen Fall die jetzige Nahversorgung hinausdrängen, war der CSUKL bei ihren Erläuterungen zum Antrag wichtig. Die Verwaltung solle doch einen Investor suchen, der – ähnlich wie bei einer Bäckerei in Kist – auf Erbpachtbasis ein Gebäude errichtet, das die Attraktivität der neuen Ortsmitte steigern soll. Dies könne ein Dorfladen sein, aber auch anderes Dienstleistungsgewerbe. Bis hin zu einer Tagespflege gingen die Gedanken.

Dann ging die Diskussion los. Dabei war man sich im Grunde einig. Alle wollen den Bauabschnitt II, nur über den Weg dahin, wurde gestritten. Fraktionsvorsitzender Frank Heß (CSUKL) zog den Antrag schließlich zurück und beantragte, die Rednerliste zu diesem Punkt zu schließen. Einig ist man sich nur in einem Punkt: Es wird weiter ein Investor gesucht, der in Kleinrinderfelds neuer Mitte bauen möchte.

Kontrovers ging es weiter. Die CSUKL hatte beantragt, nachträglich doch den Lehrerparkplatz am medizinischen Versorgungszentrum umzubauen. Die Freifläche würde den Platz abrunden und da man noch über Mittel verfüge, solle diese Maßnahme, die im November 2015 noch wegen der Kosten von CSUKL und UWG abgelehnt wurde, jetzt ausgeführt werden.

Auch hier konnten manche Gemeinderäte die Kehrtwende nicht verstehen, obwohl sie persönlich ebenfalls für das Zusatzmodul sind. Nach einigen Diskussionen einigte man sich mit 9:4 Stimmen auf eine Obergrenze von 35 000 Euro, die das Zusatzmodul kosten darf. Möglichst mit Anbindung an das Gemeindehaus, soweit das planerisch möglich ist.

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