WÜRZBURG

Klinger-Frankens Liebe zu Seenlandschaften

Will Klinger-Franken, gemalt von Willi Müller, 1939.
Will Klinger-Franken, gemalt von Willi Müller, 1939. Foto: FOTO Th. Klinger

30 Jahre ist er nun schon tot: der gebürtige Veitshöchheimer Will Klinger-Franken. „Mein Vater war Mitbegründer des Berufsverbandes Bildender Künstler Unterfrankens (BBK),“ berichtet Sohn Thomas Klinger, der als Fotograf arbeitet.

Am 21. September 1909 wurde Will Klinger-Franken in Veitshöchheim geboren. Mit bereits sechs Jahren bekam er in Würzburg seinen ersten Zeichenunterricht vom Impressionisten Peter Würth und machte die Ausbildung zum Kirchenmaler im Atelier Haselbrunner. An der Kunstschule nahm er Abendkurse bei Professor Heiner Dikreiter. 1925 eröffnete Klinger-Franken sein erstes Atelier in Würzburg und verließ fünf Jahre später die Stadt, um in an der Akademie der bildenden Künste in München zu studieren. Auch in Italien verbrachte er einige Zeit während seines Studiums.

Während der Kriegsjahre arbeitete Will Klinger-Franken als Restaurator am Landesamt für Denkmalpflege in München. 1941 heiratete er die Bremerin Anita Mueller, die vier Jahre später die gemeinsame Tochter Eva zur Welt brachte.

1948 kehrte die Familie nach Veitshöchheim zurück, während sie die Sommer im Chiemgau und im Berchtesgadener Land verbrachte. 1951 kam das zweite Kind Thomas zur Welt. Mit dem Bau des eigenen Hauses in Ramsau verließ die Familie schließlich die fränkische Heimat, wo der Maler bis zu seinem Tod am 31. März 1986 lebte.

Die malerischen Werke des Künstlers sind geprägt von den Seelenlandschaften seines Lebens – Frankens, Worpswedes, Italiens und des Landes zwischen Salzach und Inn. Licht und Schatten, Farbe und Struktur sind die Elemente seiner expressiven Bildsprache. Das Vordergründige wird in seinen Arbeiten zurückgedrängt. Form und Farbe, Licht und Schatten werden somit zu den eigentlichen Akteuren seiner Malerei.

Mit Einzelausstellungen wurde in Würzburg sein Werk gewürdigt: „Der Maler Will Klinger-Franken“ in der städtischen Galerie 1980 und „Vater Tochter Sohn – Kollektivausstellung der Künstlerfamilie Klinger“ 1989 im BBK Unterfranken. Nun kann auch in Berchtesgaden eine Familienausstellung des Malers und seiner beiden Kinder besucht werden.

Das Bild des Würzburger Hafens malte der gebürtige Veitshöchheimer Will Klinger-Franken etwa 1950. Es ist 78 Zentimeter mal 61 Zentimeter groß.
Das Bild des Würzburger Hafens malte der gebürtige Veitshöchheimer Will Klinger-Franken etwa 1950. Es ist 78 Zentimeter mal 61 Zentimeter groß. Foto: Thomas Klinger

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