Thüngersheim

Königin Ariadne thront am Fischberg

Unzweifelhaft lautstark vernehmbar war bei dessen feierlicher Eröffnung wem der neue magische Ort des Frankenweins am Fischberg hoch über Thüngersheim gewidmet ist. So genial wie die von Bildhauer Andreas Krämmer (Seßlach) geschaffene Darstellung der "Mythologie des Weines" durch die Skulpturen der griechischen Göttin Ariadne und des Weingottes Dionysos samt deren Sohn Oenopion, war auch die Inszenierung der Feier.
Bürgermeister Markus Höfling, Festrednerin Barbara Stamm, Thüngersheims Weinprinzessin Charlotte Stephan, die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer, LWG-Präsident Hermann Kolesch und Weinbau-Präsident Artur Steinmann. Foto: Herbert Ehehalt

Unzweifelhaft lautstark vernehmbar war bei dessen feierlicher Eröffnung wem der neue magische Ort des Frankenweins am Fischberg hoch über Thüngersheim gewidmet ist. So genial wie die von Bildhauer Andreas Krämmer (Seßlach) geschaffene Darstellung der "Mythologie des Weines" durch die Skulpturen der griechischen Göttin Ariadne und des Weingottes Dionysos samt deren Sohn Oenopion, war auch die Inszenierung der Feier.

Wer auch immer Regie führte, und so bedrohlich das Donnergrollen auch wirkte, es ließ zweifellos auf die so treffende übernatürliche Nähe der Götter schließen. Gütig ließen schließlich Aphrodite, Appollon, Artemis, Athene, Demeter, Dionysos, Hebe, Hephaistos, Hera, Herakles, Hermes, Hestia, Persephone, Poseidon und Zeus die drohenden Gewitterwolken und Blitze vorbeiziehen und bestätigten, wie göttlich doch Wein ist. Das örtliche Blasorchester unter Leitung von Daniel Schnappauf bestätigt dies musikalisch.

Magischer Ort weithin sichtbar

Ein extravaganter Höhepunkt der magischen Orte des Frankenweins stellt der neue Terroir F in Thüngersheim in Darstellung der "Mythologie des Weines" nach Überzeugung des Initiators und LWG-Präsidenten Hermann Kolesch dar. Foto: Herbert Ehehalt

Wie alle vierzehn magischen Orte des Frankenweins bisher ist auch der am Fischberg in Thüngersheim weithin sichtbar zu erkennen an den drei Fahnenmasten. Auch das digitale Element ist gegeben durch eine Informationssäule, über die sich die Besucher unter anderen die Frage beantworten lassen können: Wer ist Oenopion? "Die gewählte Freizügigkeit der Skulpturen wiederum kommt dem dritten Aspekt der magischen Orte entgegen, etwas zum Anfassen zu haben", bemerkte Augenzwinkernd LWG-Präsident und Initiator der magischen Orte des Frankenweins, Hermann Kolesch.

"Mit diesem in der Weinwelt einzigartigen neuen Terroir f wird der Wein-Tourismus in eine neue Liga katapultiert", prophezeite Kolesch. Die Ankündigung löste freilich verwunderte Blicke aus, unter den anwesenden Winzern und Vertretern der Weinwelt. Schließlich befindet sich der fränkische Weinbau doch seit geraumer Zeit schon auf einer beneidenswerten Welle des Erfolges und spielt  bereits in der Champions-League - auch dank der Marketingoffensive "Franken.Wein.Schöner.Land".

Symbiose von Wein und Kulturgütern

"Gäbe es sie nicht bereits, man müsste die magischen Orte des Frankenweins erfinden", zeigte sich auch die ehemalige Landtagspräsidentin Barbara Stamm in ihrer Festrede begeistert. Stamm bezeichnete die "Terroir f" als ein Stück Heimat, das für Mainfranken durch die Symbiose von Wein und zahlreichen Kulturgütern zum Ausdruck komme. Überzeugt zeigte sich Stamm, dass "der magische Ort auch in Thüngersheim zu einem Besuchermagneten wird und die Menschen zur Einkehr animiert." Auch nach Überzeugung von Weinbau-Präsident Artur Steinmann "wird das Göttliche und die einzigartige Schönheit der Darstellung der Mythologie des Weines viele Menschen anziehen".

"Man sollte aber auch den Rheinland-Pfälzern mal sagen, dass hier in Thüngersheim die erste Weinkönigin weltweit ihren Platz hat", forderte Bildhauer Andreas Krämmer. Und nach Überzeugung des Künstlers sollte sich die örtliche Gastronomie schon jetzt rüsten für künftige Besuchermassen. Gleichzeitig räumte der Künstler in seiner Vorstellung des Kunstwerkes auch ein, dass die Darstellung, wie so häufig, der Geschmacksfrage des jeweiligen Betrachters unterliegt. Krämmer versicherte jedoch, die  Göttin Ariadne verhüllt geliefert zu haben.

Bau des Vinomax wird gefördert

Sichtlich stolz verwies Bürgermeister Markus Höfling auf einen, und nicht den magischen Ort des Farnkenweins in Thüngersheim. Magische Orte gebe es hier gleich mehrfach, betonte Höfling. Dies machte zum einen die Standort-Auswahl für die Darstellung der "Mythologie des Weines" schwierig. Zum anderen freute sich Höfling auf einen künftigen weiteren magischen Ort des Frankenweins am Scharlachberg durch das "Vinomax". Damit werde Thüngersheim über ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal verfügen.

Besonders verwies Höfling auf die breite finanzielle Beteiligung an dem Projekt. Bei Gesamtkosten von 140 000 Euro gab es eine Förderung von 61 000 Euro durch die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG). Neben einem Eigenanteil der Gemeinde von 50 000 Euro leisteten der Weinbauverein und der örtliche Tourismusverein, sowie eine Privatpension mit insgesamt fast 30 000 Euro einen Beitrag zur Finanzierung.

Die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer mit Weinprinzessinen. Foto: Herbert Ehehalt
Aufgezeigt wird die göttliche Wein-Mythologie mit den Namen der Götter und deren Götter-Paten. Foto: Herbert Ehehalt
Göttliche Wein-Mythologie zum Ausdruck kommt am neuen "Terroir f" in Thüngersheim durch die griechische Göttin Ariadne, die als weltweit erst Weinkönigin gilt. Foto: Herbert Ehehalt
Göttliche Wein-Mythologie zum Ausdruck kommt am neuen "Terroir f" in Thüngersheim durch die griechische Göttin Ariadne und des Weingottes Dionysos samt deren Sohn Oenopion. Foto: Herbert Ehehalt
Weitläufig auf einem Hochplateau hoch über Thüngersheim verteilt finden sich die Skulpturen der griechischen Göttin Ariadne und des Weingottes Dionysos samt deren Sohn Oenopion am neuen magischen Ort des Frankenweins. Foto: Herbert Ehehalt
Bürgermeister Markus Höfling, Festrednerin Barbara Stamm, Thüngersheims Weinprinzessin Charlotte Stephan, stellvertretende Landrätin Karen Heußner, Weinbau-Präsident Artur Steinmann, LWG-Präsident Hermann Kolesch und Bildhauer Andreas Krämmer. Foto: Herbert Ehehalt

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