WÜRZBURG-LAND

„Königlich Allerhöchste Anordnung“ von Ihrer Majestät

Das waren noch Zeiten, als Bayern von einem König regiert wurde. Davon träumen heute noch viele, die sich die gute, alte Zeit wieder herbeiwünschen.

Einer „Königlich Allerhöchsten Verordnung“ des Bayerischen Königs Maximilian II. von anno dazumal ist es zu verdanken, dass es neben dem 40-jährigen Bestehen des Landkreises Würzburg in diesem Jahr bayernweit noch einen weiteren Anlass zum Feiern gibt: Der 1. Juli 1862 – vor 150 Jahren also – gilt als die Geburtsstunde aller bayerischen Landratsämter.

Mit dem Gesetz vom 24. Februar 1862 wurden innerhalb der bereits bestehenden Distriktgemeinden die Bezirksämter als Distrikt-Verwaltungsbehörden eingerichtet. Laut § 2 dieses Gesetzes musste jedes Bezirksamt mit einem Bezirksamtmann als Vorsitzenden besetzt werden, der als Chef des Amtes anzusehen war.

Gleichzeitig wurden die administrativen Aufgaben von der Justiz getrennt. Die Bezirksämter waren demnach reine Verwaltungsbehörden und damit die Vorläufer der heutigen Landratsämter. Die Entstehung der bayerischen Landratsämter ist nach dem Staatsumbau der Montgelas-Zeit um 1800 die wichtigste Verwaltungsreform des 19. Jahrhunderts. 1862 gilt als Meilenstein in der Geschichte der modernen Staatlichkeit Bayerns. Und das umso mehr, weil damals schon erkannt wurde, dass Landratsämter als bürgernahe Unterbehörden in einem Flächenlandkreis wie Bayern unerlässlich sind.

Veröffentlich wurde die „Königlich Allerhöchste Verordnung“ zur Errichtung der Bezirksämter im „Königlich Bayerischen seinerzeit im Kreisamtsblatt von Unterfranken und Aschaffenburg“, Nr. 32, vom 26. März 1862.

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  • Bezirksämter
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