Würzburg

Kolbow: Parktarife an ÖPNV-Fahrpreise  koppeln

Eine WVV-Animation der gepanten Linie 6 zum Hubland auf der Schwarzen Promenade vor der Residenz. Foto: Screenshot MP
Eine WVV-Animation der gepanten Linie 6 zum Hubland auf der Schwarzen Promenade vor der Residenz. Foto: Screenshot MP

Über den Stand des Straßenbahnausbaus zum Hubland und über die Positionen der SPD-Fraktion zur Entwicklung des ÖPNV in Würzburg informierte jetzt der SPD-Fraktionsvorsitzende im Würzburger Stadtrat Alexander Kolbow bei einer Veranstaltung der Interessensgemeinschaft Würzburger Straßenbahn (IWS) .  "Wenn wir ökologischer fahren müssen, ist die Straßenbahn das beste Verkehrsmittel, das wir haben", so Kolbow laut Pressemitteilung der IWS. Es müsse daher dringend über stabile Preise, Qualitätsverbesserung und die Finanzierung des ÖPNV geredet werden; der ÖPNV müsse attraktiver sein als das Parken. In der Konsequenz müssten die Parktarife in gleicher Art und Weise an die Kostenentwicklung angepasst werden wie der ÖPNV, bei dem die Preise jährlich erhöht werden.

Förderung mit Bundes- und Landesmitteln ist notwendig

Die Finanzierung des ÖPNV sei zu überdenken, forderte Kolbow . Hier sah der Referent den Freistaat Bayern in der Pflicht, so die Mitteilung. Beispielsweise wolle der Freistaat Bayern laut Kolbow zum Kauf der 18 Neuwagen für die WSB, die von 2021 bis 2023 in Dienst gestellt werden sollen, einen Zuschuß von nur elf Prozent leisten. Dies sei insgesamt zu wenig. Der Gesamtaufwand für die Straßenbahnlinie 6 sei bei der letzten Berechnung mit rund 126 Mio. Euro beziffert worden. Dies könne von der Kommune alleine nicht getragen werden, eine Förderung mit Bundes- und Landesmitteln sei notwendig, so Kolbow.

Die Förderquote liege im Regelfall bei 80 Prozent, der verbleibende Eigenanteil sei dennoch eine große Belastung für die Stadt und ihren Verkehrsbetrieb. Immerhin bestehe die Möglichkeit einer Sonderförderung. So werde die Stadt-Umlandbahn Nürnberg-Erlangen, bei der einige Parallelen vorliegen, mit 95 Prozent gefördert. Für Würzburg seien bereits 55 Millionen Euro angemeldet. Aber diese Förderung könne erst beantragt werden, wenn das Planfeststellungsverfahren und das standardisierte Bewertungsverfahren abgeschlossen seien, so Kolbow weiter.

Überarbeitung des veralteten Bewertungsverfahrens gefordert

Bei letzterem fordert der Referent eine Überarbeitung des veralteten Bewertungsverfahrens, das Schüler und Studenten unzureichend berücksichtigt. Dabei würden gerade durch die geplante Linie zum Hubland besonders viele Schul- und Lehrstandorte mit rund 20 000 Studenten und Tausenden von Schülern erschlossen. Zudem werde die Förderung nur für Strecken im eigenen Gleiskörper gewährt, was in historischen Innenstädten wie in Würzburger viele Probleme verursache und stellenweise nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisierbar sei. Die Folge seien höhere Eigenanteile der Stadt. Auch hier sieht Kolbow Nachbesserungsbedarf.

Auf die Frage des IWS-Vorsitzenden Konrad Schliephake, wie die Chancen für eine Straßenbahnerschließung weiterer Stadtteile stehen, antwortete Kolbow, dass die Straßenbahn ein sehr ökologisches Verkehrsmittel sei. Sie sei attraktiver als der Bus und werde besser genutzt, das beweise der Verkehrsanteil. "Wir streben den Ausbau der Straßenbahn an, weil wir wollen, dass die Menschen die Autos stehen lassen", so Kolbow laut Mitteilung.

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