Würzburg

Kommentar: Warum Instagram das Reisen zerstört

Erleben? Entdecken? Nein. Gerade junge Reisende suchen Urlaubsziele heute danach aus, wie präsentabel sie im Netz sind. Es zählt oft nur die Inszenierung. Das ist absurd.
Selten ist es wirklich noch so einsam auf der Trolltunga in Norwegen. Meist tummeln sich Hunderte Touristen mit gezücktem Smartphone auf der Felszunge. Foto: Terje Nesthus / Fjordnorway.com
Reisen ohne zu posten? An den schönsten Orten der Welt stehen, ohne es selbiger per Facebook, Instagram oder Youtube mitzuteilen? Fast undenkbar. Die Folge: Zahlreiche Menschen suchen mittlerweile ihre Urlaubsziele danach aus, wie viele Likes die dort gemachten Bilder im Netz ergattern könnten. Statt ums Erleben, geht es um die Inszenierung. Das ist absurd. Und es zerstört, was Reisen ausmacht. Glaubt man einer britischen Studie, wählten schon 2017 rund 40 Prozent der 18- bis 33-Jährigen ihre Reiseziele nach deren "Instagrammability" aus. Also danach, wie erfolgreich die Urlaubsbilder später auf der ...
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