Eisingen

Kommunalwahl: Wer wird neuer Rathauschef in Eisingen?

Schafft es der von der SPD nominierte Herausforderer Matthias Pfau in die Fußstapfen seines Vaters zu treten oder bleibt in Eisingen alles beim Alten?
Zwei Kandidaten wollen am 15. März 2020 Rathauschef in Eisingen werden: Amtsinhaberin Ursula Engert und Matthias Pfau stehen zur Wahl. Foto: Hillawoth

Ursula Engert (Unanhängige Bürger Eisingen) ist Betriebswirtin und seit zwölf Jahren  Bürgermeisterin in Eisingen. Zuvor war sie zehn Jahre lang in der Gemeinde Höchberg als Kämmerin für die Finanzen zuständig. Engert ist 60 Jahre alt, in Eisingen aufgewachsen, verheiratet und hat zwei Kinder. Aus eigener Erfahrung weiß sie, was ungleiche Bildungschancen und mangelnde Betreuungsmöglichkeiten für Kinder bedeuten, sagt sie.

Engert hat die Schulsanierung und das Dorfzentrum auf der Agenda

Das war schon 2008 ihr Antrieb zur Kandidatur und ist es auch heute noch. Auch ihre Fachkompetenz als Leiterin einer Finanzverwaltung, sowie der positive Zuspruch der Bürger sind ein großer Ansporn für sie.

Ursula Engert will Bürgermeisterin Eisingen Foto: Fotostudio Schwab

Im Falle ihrer Wiederwahl möchte Engert ihre Priorität auf die Realisierung bereits begonnener Projekte setzen. Etwa solle die Schulsanierung zukunftsgerecht vorangetrieben, sowie die vorgesehenen Räumlichkeiten für das Jugendzentrum geschaffen werden. Auch der Bau des neuen Dorfzentrums sei ihr sehr wichtig. In dem Gebäude soll ein Familienstützpunkt als Treffpunkt für alle Generationen entstehen, sowie eine Arzt- und Physiotherapiepraxis, eine Bibliothek, eine Krabbelstube und ein Multifunktionsraum errichtet werden.

Außerdem wolle sich Ursula Engert weiterhin für Klimaschutz und Energieeffizienz bemühen. „Richtungsweisend und nachhaltig soll unser gemeindliches Handeln sein“, erklärt die Bürgermeisterin. Nachfolgende Generationen wolle sie nicht einschränken, sagt sie und weist darauf hin, dass während ihrer Amtszeit Schulden in Höhe von mehr als einer Millionen Euro abgebaut werden konnten.

Matthias Pfau ist in Eisingen tief verwurzelt

Einige Projekte hätte Engert während ihrer letzten Amtszeit gerne schneller umgesetzt, aber das gehöre nun einmal zum Wesen des Amtes dazu: „Das Ringen um gute Lösungen gehört zum Wesen einer Demokratie und das braucht manchmal seine Zeit“, so Ursula Engert.

Matthias Pfau Foto: Christian Weidner

Der Gegenkandidat, Matthias Pfau, ist Groß- und Außenhandelskaufmann und studierter Betriebswirt. Der 37-Jährige ist parteilos, wurde aber von der SPD nominiert. Er ist verheiratet und hat ein Kind. Kommunalpolitik habe er in den Genen, sagt der Ur-Eisinger. Denn er möchte in die Fußstapfen seines Vaters treten, der früher selbst Bürgermeister der Gemeinde war. Für Eisingen, wo Pfaus Familie tief verwurzelt sei, wolle er Verantwortung übernehmen und in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten gestalten.

„Das Leben für die Bürgerinnen und Bürger Eisingens muss bezahlbar und lebenswert bleiben“, sagt er und erklärt, dass er sich dafür stark machen wolle, die Gebühren, den Grundsteuerhebesatz und den Gewerbesteuerhebesatz in Eisingen niedrig zu halten. Auch die dazu nötige Infrastruktur möchte er sanieren. Genauer nennt er hierbei die Schule, Straßen und die Kläranlage, sowie den Bauhof der Gemeinde. Um zukünftig attraktiv zu bleiben, hält er des Weiteren ein gutes Mobilfunknetz und schnelles Internet für unabdingbar.

Pfau will fraktionsübergreifender Vermittler sein

Seine Energie wolle er auf in die Zukunft gerichtete Ideen und Lösungsansätze für die anstehenden Herausforderungen der Gemeinde fokussieren, so der Bürgermeisterkandidat. Er erklärt, dass er hierfür im intensiven Dialog mit den Bürgern stehe: „Eine zielführende Kommunikation in allen Bereichen ist hierfür eine Grundvoraussetzung.“ Die Rolle des Bürgermeisters sehe er als fraktionsübergreifenden Vermittler und das funktioniere nur durch ein Gesprächsklima der Offenheit und der Akzeptanz von konkurrierenden Meinungen.

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