Leinach

Kontinuität bestimmt die Gemeindefinanzen

Bei einem Gesamtvolumen von 8 603 453 Euro liegt der Ansatz für den Haushalt der Gemeinde Leinach im laufenden Jahr um 563 604 Euro niedriger als der des Vorjahres. Die Differenz bezieht sich jedoch in erster Linie auf den 2 942 184 Euro umfassenden Vermögenshaushalt. Diesem können satte 837 682 Euro aus dem 5 661 269 Euro und zum Vorjahr fast identisch großen Vermögenshaushalt zugeführt werden. Den von Kämmerer Michael Kurz vorgelegten und auf Kontinuität aufgebauten Etatentwurf samt dem rückwirkend zum 1. Januar gültigen Haushalt sowie den Finanzplan und das Investitionsprogramm bis zum Jahr 2022 verabschiedete der Gemeinderat ohne Gegenstimme.

Einkommenssteuer ist gestiegen

Positiv auf den Verwaltungshaushalt wirkt sich der um 110 346 Euro auf  1 811 340 Euro gestiegene Einkommensteueranteil aus. Hingegen sind die Schlüsselzuweisungen im Vergleich zum Vorjahr fast identisch bei 1 145 112 Euro. Dies bedeutet, dass die Gemeinde Leinach an der derzeitigen wirtschaftlichen Hochkonjunkturphase nicht entscheidend teilnehmen kann. Die konstanten Einnahmen von 350 000 Euro bei der Gewerbesteuer verdeutlichen dies. Als Folge der höheren Einkommensteueranteile steigt allerdings im Gegensatz zum Vorjahr bei 970 000 Euro die Kreisumlage auf 1 086 000 Euro.

Auch eine merklich höhere Umlage für den Schulverband ist im Haushaltsentwurf von Kämmerer Michael Kurz berücksichtigt. Begründet ist der Anstieg von 62 000 Euro im Vorjahr auf nun 92 000 Euro durch dringend auszuführende Brandschutzmaßnahmen an der Verbandsschule. Unverändert bei 200 000 Euro bleibt hingegen die Abwasserverbandsumlage.

Es müssen keine Kredite aufgenommen werden

Zur Finanzierung der geplanten Investitionen ist im Verwaltungshaushalt erneut keine Kreditaufnahme vorgesehen. Hierbei beschränkt sich der Kämmerer auf die Entnahme von 493 183 Euro aus der zum Jahresende 862 535,64 Euro aufweisenden allgemeinen Rücklage. Zum Jahresende soll nach der Prognose von Kämmerer Michael Kurz die Summe der Verbindlichkeiten deutlich auf unter zwei Millionen Euro sinken. Prognostizierte 1,802 Millionen bedeuten hierbei eine Pro-Kopf-Verschuldung von 573 Euro.

Als eine der größten Ausgabenpositionen weist der Etatentwurf den Ausbau und die Gestaltung des Floßgrabens auf. Nach einer Kostenberechnung vom Dezember letzten Jahres sind hierfür 300 000 Euro veranschlagt. Als Planungskosten für den Kindergarten-Neubau sind zunächst 100 000 Euro vorgesehen. Für den Einstieg in die Neugestaltung des Kirchenumfeldes Julius-Echter-Kirche wurden 220 000 Euro eingeplant. Im Gegenzug geht der Kämmerer von voraussichtlichen Zuschüssen von 132 000 Euro aus.

Straßenbeleuchtung wird weiter auf LED umgestellt

Die im Vorjahr begonnene Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED soll bei einem Investitionsaufwand von 20 000 Euro schrittweise fortgesetzt werden. Durch das weitläufige Straßennetz müssen jedoch noch 411 Leuchten ausgetauscht werden. Die Gesamtkosten hierfür sind mit rund 220 000 Euro beziffert - bei jährlichen Einsparungen von 21 000 Euro.

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