Kürnach

Kopf-an-Kopfrennen in Kürnach um das Bürgermeisteramt

Eines stand schon vor der Wahl fest: Erstmals wird es in Kürnach einen Bürgermeister geben, der nicht in Kürnach geboren wurde. Was aber offen war war, welcher der drei Kandidaten dem bisherigen Bürgermeister und CSU-Landratskandidaten Thomas Eberth nachfolgen wird. Das spiegelte sich auch im denkbar knappen Wahlergebnis wieder - noch ist nicht klar wer das Rennen machen wird.

Das Ergebnis wird erst die Stichwahl in zwei Wochen zeigen. Nicht bei dieser Wahl dabei sein wird Michael Freimann (UWG-FW), der mit 30,5 Prozent der Stimmen auf Rang drei landete. Für die verbleibenden Kandidaten, Susanne John von der CSU (36,3 Prozent) und René Wohlfart von der SPD (33,2% Prozent) wird es in den kommenden beiden Wochen darum gehen, alle Kräfte zu mobilisieren und die Bürger für die Stichwahl von sich zu überzeugen.

78,1 Prozent Wahlbeteiligung

Susanne John und  René Wohlfart wünschen sich jedenfalls, dass die Wahlbeteiligung ähnlich hoch sein wird wie im ersten Wahlgang, bei dem 78,1 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuz setzten. In seiner ersten Reaktion verwies Wohlfart auf einen "schönen und grandiosen Wahlkampf". Mit der roten Rikscha, seinem Markenzeichen im Wahlkampf, werde er auch die nächsten zwei Wochen bei den Menschen im Ort unterwegs sein. John freute sich darüber, dass sie im ersten Durchgang am meisten Stimmen erhalten hatte. "Das wird hoffentlich in zwei Wochen wieder so sein."

Freimann zeigt sich als fairer Verlierer

Der knapp unterlegene Freimann zeigte sich als fairer Verlierer. "Der Wähler hat entschieden", sagte Freimann und fügte seine Glückwünsche an John und Wohlfart hinzu. Sein erster Antritt als Bürgermeisterkandidat sei "total spannend" gewesen und habe ihm viel Freude bereitet, auch wenn er für den ersten Moment ein wenig enttäuscht sei. Umso mehr freue er sich über eine hoffentlich weiterhin gute Zusammenarbeit aller Parteien im Gemeinderat.

Der amtierende Thomas Eberth sagte bei der Verkündigung des Ergebnisses vor dem Rathaus: "Das ist wie bei einem schönen Fußballspiel – wir freuen uns auf eine faire Verlängerung."

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