Würzburg

Kreisjugendring: Was die Arbeitsgemeinschaft in Würzburg macht

Der Kreisjugendring kostet den Landkreis über 250 000 Euro im Jahr. Wie wird die Jugendarbeit unterstützt und wie sieht der Jugendring der Kommunalwahl entgegen?
Die AWO-Kinderfreizeit auf der Frankenwarte ist eines der zahlreichen Angebote, die in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Würzburg entsanden ist. (Archivfoto)
Die AWO-Kinderfreizeit auf der Frankenwarte ist eines der zahlreichen Angebote, die in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Würzburg entsanden ist. (Archivfoto) Foto: Theresa Müller

Der Kreisjugendring Würzburg lud kürzlich zu seiner jährlichen Herbstvollversammlung. Zu diesem Anlass erläuterte Manuela Schneider, Vorsitzende des Kreisjugendrings, im Gespräch mit dieser Redaktion, was beim Kreisjugendring aktuell ansteht und wie es zu einer besonderen Auszeichnung für den scheidenden Landrat Eberhard Nuß gekommen ist. 

Frage: Was macht der Kreisjugendring Würzburg? 

Manuela Schneider: Das Aufgabengebiet des Kreisjugendrings ist vielseitig. Wir schulen zum einen die Jugendleiter der verschiedenen Verbände. Zum anderen bieten wir auch einen Verleih für Freizeiten an: Bei uns kann man Busse, Hüpfburgen, Spielgeräte und Utensilien zum gemeinsamen Kochen leihen. Die Hauptaufgabe ist jedoch die Betreuung und Bezuschussung der Jugendarbeit, wie zum Beispiel der kirchlichen, sportlichen und im Bayerischen Jugendring anerkannten Jugendverbände. In Kooperation mit den Verbänden werden dann unterschiedliche Freizeitaktivitäten geplant und finanziell unterstützt. 

Gibt es ein Projekt, welches Ihnen besonders am Herzen liegt? 

Schneider: Eine schöne und wichtige Tradition ist mittlerweile die Dankeschön-Aktion für die Jugendleiter. Sie investieren immer wieder ihre Freizeit in die Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Daher ist es wichtig, den Jugendleitern auch mal "Danke" zu sagen. Einmal im Jahr findet ein Ausflug mit allen Jugendleitern statt. Letztes Jahr waren wir zusammen E-Kart fahren und dieses Jahr hatten wir eine tolle Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch beim Bowlen. 

Welche Projekte sind für das kommende Jahr geplant? 

Schneider: Im Sommer sind wir wieder Kooperationspartner bei zahlreichen Kinder- und Jugendfreizeiten. Bereits im Januar 2020 bieten wir als Partner mit dem Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt eine Ski- und Snowboardfreizeit an. Doch auch die Jugendbildung steht nächstes Jahr im Fokus. So wird es medienpädagogische Workshops in Hettstadt und wieder eine interreligiöse Shuttletour durch Würzburg geben. 

Bei der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings übergab Manuela Schneider dem Landrat Eberhard Nuß den Preis 'Partner der Jugend'.
Bei der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings übergab Manuela Schneider dem Landrat Eberhard Nuß den Preis "Partner der Jugend". Foto: Mirjam Schneider
Der Landrat Eberhard Nuß tritt nicht zur nächsten Landratswahl an und hört somit nach zwölf Jahren auf. Zum Abschluss wurde Nuß als "Partner der Jugend" ausgezeichnet. Wie kam es dazu?

Schneider: Wir wollten ihm persönlich für sein Engagement in der Jugendarbeit danken. Für diesen Anlass passt diese besondere Auszeichnung als "Partner der Jugend" sehr gut. Der Preis wird nur selten vom Bayerischen Jugendring vergeben. Der Landrat hat für uns immer ein gutes Wort eingelegt, egal bei welchen Belangen konnten wir auf seinen Einsatz zählen. Ob beim Run 4 Freedom & Tolerance als Schirmherr oder bei anderen Anliegen: Er ist immer für die Jugend da gewesen und spricht sich bei jeder Gelegenheit für die Jugendarbeit im Landkreis aus, das hat Dank verdient.

Nächstes Jahr im März stehen die Landratswahlen in Würzburg an. Gibt es Pläne des Kreisjugendrings? 

Schneider: Der Landrat ist unser Ansprechpartner, wenn es um die Finanzierung unserer Arbeit und der Projekte der Jugendverbände geht. Von unserem Budget von 377 000 Euro kommen 291 000 Euro direkt vom Landkreis Würzburg und 100 000 Euro hiervon rufen die Jugendverbände ab. Daher haben wir uns überlegt, was der Kreisjugendring mit den Landratskandidaten zur nächsten Wahl machen kann. Wir haben uns dafür entschieden, Videos mit den fünf Kandidaten zu drehen. In den Videos werden den Landratsanwärtern Fragen zur Jugendarbeit gestellt und wie sich die einzelnen Kandidaten die Jugendarbeit künftig vorstellen. So können sich die jungen Wähler besser informieren.

Die Videos des Kreisjugendrings mit den Landratskandidaten sind auf der Webseite des Kreisjugendrings zu finden unter: www.kjr-wuerzburg.de/

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