SOMMERHAUSEN

Kreisverkehr statt Unfallschwerpunkt

Eine runde Sache soll der Kreuzungspunkt zwischen Sommerhäuser Brücke, Erlacher Steige und der Ortsdurchfahrt Sommerhausen werden. Mit anderen Worten: Im kommenden Jahr will man dort einen Kreisverkehr bauen, als ersten Schritt einer umfassenden Umgestaltung der Mainbrücke und der Anknüpfung an die B 13. Der Bauausschuss der Kreistags hat dem Entwurf des Staatlichen Bauamts in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt, und auch die Gemeinde Sommerhausen scheint zufrieden mit dem Vorschlag.

Wegen zahlreicher Unfälle ist der Kreuzungsbereich den Verkehrsplanern schon lange ein Dorn im Auge. Viele Ortsfremde, die von Erlach auf die Brücke zufahren, wähnen sich angesichts der breiten Fahrbahn auf einer Vorfahrtsstraße, sagt Eric Brückner, zuständiger Abteilungsleiter im staatlichen Bauamt. Bis sie ihren Fehler erkennen, hat es häufig schon gekracht. Ein Kreisverkehr steht deshalb bereits seit langem auf der Wunschliste des Sommerhäuser Gemeinderats. Dass im vergangenen Jahr Bewegung in das Thema kam, hängt mit dem bevorstehenden Umbau der Sommerhäuser Mainbrücke zusammen. Die direkte Auffahrt von der B 13 auf die Brücke ist stark geschädigt und soll abgebrochen werden. Der Verkehr zwischen Winterhausen und der B 13 müsste dann komplett über die Kreuzung abgewickelt werden, verbunden mit einem hohen Anteil an Schwerlastverkehr und einem weiteren Anstieg des Unfallrisikos.

Anbindung der alten B 13

Mit 3400 Fahrzeugen täglich, darunter 160 Laster, sei die Kreisstraße WÜ 16 in Richtung Erlach aber schon heute etwa eineinhalb mal so stark befahren wie durchschnittliche Kreisstraßen, so Brückner. Auf der Brückenauffahrt sind sogar 6600 Fahrzeuge pro Tag unterwegs. Vor diesem Hintergrund sei ein Kreisverkehr die sicherste Alternative, so Brückner.

Der Kreisel soll einen Außendurchmesser von 40 Meter erhalten. Im Zuge der Baumaßnahme soll auch die alte B 13 in Richtung Eibelstadt neu angebunden werden, weil sie inzwischen vor allem von Radfahrern gerne genutzt wird. Außerdem soll ein Verbindungsweg für Radfahrer zur alten B 13 in Richtung Eibelstadt geschaffen werden.

Die Baukosten werden auf 727 000 Euro geschätzt. Weil davon auch die Kreisstraße WÜ 16 in Richtung Erlach und die Sommerhäuser Ortsdurchfahrt tangiert ist, müssen – entsprechend der Verkehrsbelastung – sowohl der Landkreis als auch der Markt Sommerhausen mitbezahlen. Den Anteil des Landkreises schätzt das Staatliche Bauamt auf 372 000 Euro. Die Gemeinde Sommerhausen soll 224 000 Euro berappen.

Gebaut werden soll der Kreisverkehr im kommenden Jahr. In einem nächsten Schritt wird es dann um die Anbindung zur B 13 gehen. Ob man die Einmündung mit einer Ampel regelt, oder auch hier ein Kreisverkehr die bessere Lösung wäre, wird noch untersucht, so Eric Brückner. Ganz am Ende steht der Abbruch der Rampe zwischen B 13 und Brücke.

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