WÜRZBURG

Kreuzberg-Wallfahrer in der Semmelstraße begrüßt

Nach fünf Tagen des Pilgerns wurden die 550 Kreuzberg-Wallfahrer – angeführt von Pilgerführer Klaus Rind – in der Semmelstraße willkommen geheißen. Foto: Daniel Peter

Wenn an einem Sommernachmittag viele Menschen mit bunten Blumensträußen in der Hand in der Semmelstraße, in der Eichhornstraße und vor dem Neumünster warten, dann kann das eigentlich nur eins bedeuten: Es ist der 24. August, und die Teilnehmer der größten Kreuzberg-Wallfahrt im Bistum werden von Verwandten, Freunden und Bekannten in Würzburg zurückerwartet. So auch an diesem Mittwoch, als gut 550 Wallfahrerinnen und -wallfahrer die letzten Meter ihres fünftägigen Fußmarsches zurücklegten.

173 Kilometer zurückgelegt

Erschöpft, aber glücklich – anders lässt sich der Gesichtsausdruck der Frauen und Männer am Ende der 173 Kilometer zum heiligen Berg der Franken und zurück beim Einzug in die Semmelstraße nicht beschreiben. Empfangen wurde der Tross - angeführt von Pilgerführer Klaus Rind, Frauen und Männer traditionell getrennt – wie immer mit großem Applaus und vielen bunten Blumensträußen. Unter den Menschen in der Semmelstraße war auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm, und zwar ganz privat: „Wenn es meine Termine zulassen, bin ich immer hier und begrüße die Wallfahrer“, sagte sie.

Viel Zeit für Umarmungen und erste Gespräche mit Angehörigen und Freunden hatten die Wallfahrer nicht: Schließlich waren sie auf dem Weg zum Abschlussgottesdienst im Neumünster. In der Domstraße ging es durch ein Spalier von Zuschauern die Treppe hinauf zum Eingang der Kirche, wo Bischof Friedhelm Hofmann und Weihbischof Emeritus Helmut Bauer jeden einzelnen Teilnehmer persönlich mit Weihwasser begrüßten. Bereits zum elften Mal dabei war Würzburgs Landrat Eberhard Nuß (CSU). Seit dem Aufbruch in den frühen Morgenstunden des 20. August hatten die Wallfahrer unter anderem Regen und Hitze zu ertragen, darüber wollte Nuß aber gar nicht sprechen: „Das Wetter ist egal. Es war wieder ein ganz besonderes Geschenk, zusammen mit 550 anderen Wallfahrern den Kreuzberg hinauf zu laufen“, sagte Nuß: „Wir schulden der Kreuzberg-Bruderschaft eine großen Dank für die großartige Vorbereitung und Organisation.“

Federweißer und Zwiebelkuchen in der Semmelstraße

Auch die Kreuzberg-Musikanten und die Sanitäter des Malteser-Hilfsdienstes, die jedes Jahr für die medizinische Versorgung der Kreuzberg-Wallfahrer verantwortlich zeichnen, schloss der Landrat in seinen Dank ein: „Es haben viele gearbeitet, damit wir heute so glücklich und zufrieden nach Würzburg zurückkehren können.“

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Kreuzberg-Wallfahrt

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Während im Neumünster noch die abschließende Andacht lief, wurde auf dem Dom-Vorplatz bereits das Gepäck der Wallfahrer aus den Bussen geladen und in Reih und Glied zur Abholung bereit gestellt. Nicht alle, aber viele gingen danach wieder ein kleines Stück ihres Wegs zurück und begannen ihre Erholung von dem anstrengenden Fußmarsch mit Federweißer und Zwiebelkuchen bei der traditionellen Zwiebelkirchweih in der Semmelstraße.

Kreuzbergwallfahrer
Die Wallfahrer zwischen Altbessingen und Arnstein. Foto: Volker Peter
 

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