WÜRZBURG

Kühlung ohne Energie

Perfekt temperiert: Pascal Freundorfer vom Hol- und Bringdienst befüllt den Transportwagen für die Speisen mit flüssigem CO2.Foto: Juliusspital

Sichtbares Zeichen für die Investition war das Aufstellen eines sechs Meter hohen und zehn Tonnen CO2 fassenden Tanks auf dem Stiftungsgelände an der Klinikstraße: Das Juliusspital hat das temperaturgesicherte Speise-Verteilsystem „Vitalis One“ der Firma Iseco eingeführt. Rund 500 000 Euro investiert die Klinik dafür.

Das im Tank gelagerte flüssige CO2 wird laut Pressemitteilung der Stiftung Juliusspital künftig für die Kühlung der Speisen im Krankenhaus eingesetzt. „Wir wollten für die Kälteerzeugung keine zusätzliche Energie aufwenden. Daher entschieden wir uns für ein System, bei dem recyceltes CO2 zum Einsatz kommt, ein Abfallprodukt aus der Industrie“, erklärt Krankenhausleiter Wolfgang Popp. Im Vergleich zur Kühlung per Stromaggregat spare man etwa 80 Prozent CO2 ein.

26 Speisetransportwagen bringen die rund 300 Frühstücke, Mittag- und Abendessen, die von der Zentralküche des Juliusspitals täglich ins Krankenhaus geliefert werden, in der nach den Hygienevorschriften exakt bemessenen Temperatur zum Patienten.

Dafür müssen die Wagen die Essen von der Küche bis zum Krankenbett auf Temperatur halten. Für die Mittagessen heißt das 65 Grad, für Frühstück und Abendessen 11 Grad. „Mit diesem neuen System können wir alle Betriebsabläufe in der Küche, in der Speisenverteilung und der Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst einhalten“, sagt Projektleiter Rainer Stark. Denn die Zentralküche des Juliusspitals liefert täglich auch „Essen auf Rädern“ in und um Würzburg.

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