WÜRZBURG

Kugel aus oxidierten Vierkant-Stahlrohren

Nach dem Endpunkt mit Herbert Mehlers Stahl-Skulptur „Belladonna“ auf der Mole am Alten Hafen hat der geplante Skulpturenweg am Würzburger Mainufer jetzt auch einen Anfang bekommen: „Endlosschleife V“ heißt das Kunstwerk von Sonja Edle von Hößle, das kürzlich an der Schiffsanlegestelle am Alten Kranen der Öffentlichkeit übergeben wurde.

Markant und weithin sichtbar markiert die fast zwei Tonnen schwere und 7,20 Meter hohe „Belladonna“ bereits seit Juli 2009 den Endpunkt des künftigen Skulpturenwegs am Mainufer. Fast auf den Tag genau drei Jahre später hat die geplante Kultur-Promenade jetzt auch einen Startpunkt bekommen. „Was lange währt, wird endlich gut“, betonte Professor Klaus Toyka. Der Mediziner und seine Ehefrau Regine Toyka haben der Stadt die Skulptur „Endlosschleife V“ im Wert von 18 000 Euro geschenkt.

Das Ehepaar, das im Jahr 2008 die Kulturmedaille der Stadt erhielt, hatte auch maßgeblichen Anteil daran, dass die Stadt mit Unterstützung von Sponsoren die „Belladonna“ von Herbert Mehler hinter dem Kulturspeicher aufstellen konnte. „Der Skulpturenweg ist jetzt eine reale Linie mit einem Anfangs- und einem Endpunkt, es fehlen noch die Kunstwerke dazwischen. Das Konzept ist da, aber es werden noch Menschen gesucht, die bei der Finanzierung helfen“, so Toyka.

Sonja Edle von Hößle, die im Jahr 2003 den Kulturförderpreis der Stadt erhielt, ist die Ehefrau von Herbert Mehler. Ihre Stahl-Skulptur „Endlosschleife V“ stand vor der Schenkung durch das Ehepaar Toyka an der Uni-Klinik. „Ich bin froh, dass meine Skulptur nach einer längeren Vorbereitungsphase hier einen so prominenten Platz gefunden hat“, sagte die Künstlerin. Die „Endlosschleife V“ passe optisch gut zum Alten Kranen, der aus seinem runden Baukörper „auch einige Zacken ausfährt“.

Platziert wurde das Stahlgebilde auf zwei Sockeln zwischen bunten Blumen und Sträuchern direkt an der Hochwasserschutzmauer. „Im Moment hat sie etwas üppige Flower-Power, aber das wird sich im Laufe der Jahreszeiten verändern, auch das finde ich einen schönen Aspekt“, betonte von Hößle.

„Eine virtuelle Kugel“

Die Skulptur aus oxidierten Vierkant-Stahlrohren zeigt einen Kreisbogen, von dem ein Teil davon abgeknickt ist „und mit vier Richtungswechseln in gerade Strecken überführt“, erläuterte die Leiterin des Kulturspeichers, Dr. Marlene Lauter. Dadurch entstehe optisch, je nach Standort und Blickwinkel, eine virtuelle Kugel. „Bei einer solchen Arbeit mit der Geometrie sind Exaktheit und handwerkliches Können gefordert“, so Lauter.

Wie viele Kunstwerke künftig den Skulpturenweg zwischen dem Alten Kranen entlang am Mainufer bis zum Ende der Mole hinter dem Kulturspeicher bilden werden, ist noch offen. „Wenn es uns irgendwann einmal gelingen sollte, die Mole zu ertüchtigen, kann ich mir langfristig zehn bis zwölf Skulpturen vorstellen“, sagt Kulturreferent Muchtar Al Ghusain, der vor mittlerweile fünf Jahren die Idee für den Skulpturenweg hatte. „Ich kann mir einen Wettbewerb, aber auch Ankäufe vorstellen“, so Al Ghusain: „Das Schöne ist, dass wir nicht unter Zeitdruck stehen und den Skulpturenweg allmählich ausbauen können.“

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