WÜRZBURG

Kunstflieger: „Falken“ müssen noch am Boden bleiben

Sind nicht in der Luft, sondern stecken in Frankreich fest: The Royal Jordanian Falcons wollen am Wochenende in Würzburg fliegen.
Sind nicht in der Luft, sondern stecken in Frankreich fest: The Royal Jordanian Falcons wollen am Wochenende in Würzburg fliegen. Foto: Falcon

Einen großen Coup landeten die Organisatoren der zweitägigen Veranstaltung „Würzburg fliegt“ am Schenkenfeld: „The Royal Jordanian Falcons“ sollen ihre Künste am Samstag, 25. und Sonntag, 26. Juni, am Würzburger Himmel zeigen. Die Falken sind eine international renommierte Truppe mit spektakulären Stunts. Doch jetzt gab es einen unvorhersehbaren Zwischenfall.

Eigentlich sollten die Piloten nebst ihren knallroten deutschen Spezialmaschinen Extra 300L schon am Dienstag am Schenkenfeld landen. Vorher wollten sie deutlich mit Rauchpatronen in der Luft auf sich aufmerksam machen. Doch eine Schlechtwetterfront machte diesen Zeitplan zunichte. Alexander Schildge, Projektleiter von „Würzburg fliegt 2011“: „Die Jordanier wollten von Frankreich aus nach Würzburg fliegen, doch das schlechte Wetter auf der Strecke ließ das nicht zu.“ Erste Meldungen, die Kunstflieger seien in der Luft in einen Hagelsturm geraten, der die Spezialflieger beschädigt habe, wurden vom Flugsportclub zurückgezogen. Der Manager der Falken sprach wohl nur noch von schlechtem Wetter als Ursache der Verzögerung.

Die Organisatoren sind sich sicher, dass ihr Topakt, der schon weltweit bei vielen Flugshows für Begeisterung sorgte, am Donnerstag in Würzburg landen wird. Die Jordanier hatten Würzburg zwischen Auftritten in Frankreich und England extra eingeschoben, so Vereinssprecher Franz Schubert.

Der städtische Kulturreferent Muchtar Al Ghusain hat sich schon auf die Truppe gefreut, hat er doch selbst jede Menge Verwandtschaft in Jordanien. Er hatte sich schnell bereit erklärt, unter diesem besonderen Vorzeichen die Schirmherrschaft für die Aktionstage des Flugsportclubs Würzburg zu übernehmen. Er wollte die verwegenen Piloten eigentlich am Donnerstag unter seine Fittiche nehmen und ihnen Würzburg zeigen, ganz klassisch: Rathaus, der Turm des Grafeneckart, Alte Mainbrücke, Residenz. Vielleicht muss er den Rundgang wegen der neuen Situation um einen Tag verschieben.

Die Verständigung sollte wohl auf Englisch stattfinden, denn Al Ghusain spricht kaum Arabisch. Und wenn die Fliegerasse Lust auf Musik haben, nimmt der Kulturreferent sie mit zum Umsonst & Draussen-Festival. Doch jetzt müssen sie erst einmal in Würzburg landen.

Al Ghusains Kontakte

„Ich habe viele Onkels und Tanten in Jordanien“, erklärt Al Ghusain seine Familienbande. Sein Vater, gebürtiger Palästinenser, floh mit der Familie 1948 nach Jordanien.

Ein Flugzeug selbst steuern, damit hat der Kulturreferent nichts am Hut, sagt er selbst. Aber durch seine jordanischen Kontakte weiß er, dass König Hussein, der Gründer der Falken, ein begeisterter Flieger war und auch sein Sohn, der regierende König Abdullah, diese Begeisterung teilt. Hussein rief die Truppe 1976 ins Leben. Sie rekrutiert sich aus den besten Piloten der jordanischen Luftwaffe.

Einen genauen Zeitplan für die vielen Attraktionen am Wochenende gibt es noch nicht, erläuterte Projektleiter Alexander Schildge vom Flugsportclub. Nur soviel steht fest: an beiden Tagen zwischen 12 und 17 Uhr werden viele Aktionen in der Luft angeboten und natürlich auch wieder die beliebten Rundflüge für Besucher. Dabei ist auch Wingwalkerin Peggy Krainz, die während des Fluges bei Geschwindigkeiten von bis zu 260 km/h auf der Tragfläche steht und sich dort auch bewegt.

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