WÜRZBURG

Kunstschiff Arte Noah wird jetzt „Eisbrecher“

„Eisbrecher-Kapitän“: Dominik Straub hatte die Idee für das zweimonatige Kulturprogramm auf der Arte Noah. Foto: Theresa Müller

Bis zum nächsten Hafensommer dauert es noch einige Monate, aber ab sofort gibt es vor der Hafentreppe ein winterliches Kulturprogramm. Hierzu wurde das Kunstschiff Arte Noah parallel vor die Treppe verlegt; in seinem Inneren werden im Januar und Februar Bands und Musiker spielen, DJs auflegen, Filme laufen und Performances sowie Ausstellungen stattfinden.

Initiator des „Hafenwinters“, der offiziell „Eisbrecher Ulla“ heißt, ist Dominik Straub, der sich in den letzten Jahren als Musiker unter dem Künstlernamen Mistaa eine Fangemeinde schuf und mit dem städtischen Jugendkulturpreis ausgezeichnet wurde. Er hat eine Gruppe von etwa 15 Gleichgesinnten um sich geschart, die in den letzten Tagen das Kunstschiff für ihre Zwecke umbauten und ein umfangreiches und vielfältiges Programm zusammengestellt haben.

„Jeder macht das, was er kann, und woran er Spaß hat“, beschreibt Straub die Aufgabenverteilung. Und Jobs gibt es jede Menge. Da muss eine Musikanlage organisiert werden, eine Bar muss geschreinert werden, und für die Ausgestaltung des Schiffsbauches ist eine Designerin zuständig.

Programm gibt es dreimal pro Woche: Am Mittwoch sind Filmabende, die unter dem Motto „In acht Wichen um die Welt stehen“. Dabei werden jeweils Filme über oder aus einer Stadt auf verschiedenen Kontinenten gezeigt, danach legen DJs die entsprechende Musik auf. Los geht es an diesem Mittwoch mit einem Film über die afrikanische Mega-Metropole Lagos in Nigeria.

Am Freitag soll es etwas ruhiger zugehen. Es sind Lesungen zu verschiedenen Themen geplant, vor denen man sich jeweils die aktuelle Ausstellung ansehen kann. Vorgesehen sind unter anderem ein Thomas-Bernhard-Abend oder die „Buchbrunner Buchmesse“, bei der Texte aus dem Freundeskreis der Veranstalter vorgetragen werden.

Livemusik am Samstag

Die Samstagabende stehen dann im Zeichen der Livemusik. An diesem Samstag wird sich die junge Würzburger Band „Mamsell Zazou“ vorstellen, die durch einen ebenso eigenständigen wie eigenwilligen Sound zwischen Pop und Jazz eine musikalische Nische ausfüllt.

Die erste Ausstellung des „Eisbrecher“-Programms stammt von dem DJ-Team „Sicksteez“ und zeigt Kunst aus dem Graffiti-Umfeld. Das besondere daran ist, dass die Bilder wöchentlich ausgetauscht werden.

Der Besuch der Ausstellungen, Lesungen und Kinoabende ist kostenlos. Für die Konzerte wird es nach Bekanntheitsgrad der Band unterschiedliche Eintrittspreise geben. Für „Masell Zazou“ kostet der Eintritt sieben Euro. Mittwochs und an den Wochenenden beträgt der Eintritt ab 22 Uhr drei bzw. fünf Euro.

Das aktuelle Programm, das zum Teil noch im Entstehen begriffen ist, kann bei Facebook unter Eisbrecherulla oder im Internet unter ullafanblog@blogspot.com abgerufen werden.

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