Würzburg

LGS-Gelände: Park ist bald offen, gebaut wird weiter

Der neue Park am Hubland wird mit kleiner Verspätung bald allen zugänglich. Was ist seit Oktober auf dem Gelände der Landesgartenschau passiert und was steht noch aus?
Der Durchgang durchs Landesgartenschaugelände zum Uni-Campus wird von Fußgängern gerne genutzt. Das restliche Gelände ist noch abgesperrt. 
Der Durchgang durchs Landesgartenschaugelände zum Uni-Campus wird von Fußgängern gerne genutzt. Das restliche Gelände ist noch abgesperrt.  Foto: Thomas Obermeier

Eigentlich sollten Zäune und Absperrung Mitte Januar fallen. Doch noch ist der Park der Landesgartenschau (LGS), die im Oktober zu Ende ging, für die Öffentlichkeit gesperrt. Lediglich zwei Querungen erlauben Fußgängern den Durchgang vom neuen Stadtteil zum Gelände der Universität. 

"Die Rückbauarbeiten der Landesgartenschau sind im Großen und Ganzen abgeschlossen", sagt Klaus Heuberger, Geschäftsführer der LGS-Gesellschaft. Temporäre Aufbauten wie Ausstellungspavillons und -zelte oder Kassen seien abgebaut.   

Der Blick durch den Zaun: Ab Februar wird dieser Stück für Stück abgebaut. 
Der Blick durch den Zaun: Ab Februar wird dieser Stück für Stück abgebaut.  Foto: Thomas Obermeier

Doch geöffnet wird der Park erst, wenn er offiziell der Stadt übergeben ist. Dazu braucht es noch den Beschluss des Stadtrats. Dieser steht Ende Januar auf der Tagesordnung . "Ab 1. Februar werden die Absperrung nach und nach entfernt und der Park für die Öffentlichkeit zugänglich", sagt Rathaussprecher Christian Weiß.  

"Ab 1. Februar werden die Absperrung nach und nach entfernt und der Park für die Öffentlichkeit zugänglich"  
Rathaussprecher Christian Weiß

Eine Einweihungsparty ist erst bei wärmeren Temperaturen geplant. Freuen können sich die Würzburger aber schon jetzt: Ihre neue Grünanlage erstreckt sich über 21 Hektar.  Sie ist fast so groß wie der 27 Hektar große Ringpark und reicht vom ehemaligen Eingang der Landesgartenschau am Rottendorfer Tor bis zum Eingang Belvedere. Vom Alten Park gegenüber des neuen Nahversorgungszentrums können Spaziergänger in die Terrassengärten oder entlang der ehemaligen Landebahn durch Wiesenpark und Eschenallee laufen.    

Zum größten Teil bleibt der Park so, wie er für die Landesgartenschau angelegt wurde. Zwei Dinge will die Stadt noch heuer ergänzen. Für ein Inklusionscafé im Belvedere und die Sinnesgärten stehen jeweils über 600 000 Euro im Haushalt bereit.

Während der Landesgartenschau wurde das Belvedere gastronomisch genutzt.
Während der Landesgartenschau wurde das Belvedere gastronomisch genutzt. Foto: Patty Varasano

Laut Rathaussprecher Weiß laufen momentan die Ausschreibung zu Aus- und Umbau des Belvedere-Gebäudes und die Vertragsverhandlungen für den Betrieb eines Cafés, in dem wie zum Beispiel im Café Perspektive am Waldfriedhof Menschen mit Behinderungen arbeiten. Das Café - mit öffentlichen Toiletten - soll im Sommer öffnen. Die Verwirklichung des Sinnesgartens neben dem ehemaligen Tower hängt laut Weiß davon ab, was mit der ehemaligen US-Tankstelle passiert. Wie berichtet wird deren Erhalt noch geprüft. 

Auch im übrigen Park werden in den nächsten Jahren noch einige Baustellen die Ruhe stören. Denn sechs Hektar des Geländes werden bebaut. Gerade verkauft die Stadt sechs Grundstücke im Bereich der Zukunftsgärten, wo die Tiny Houses waren. Sie wurden Ende vergangenen Jahres verlost und werden mit Einfamilienhäusern bebaut. 285 Bewerberungen waren für die sechs Grundstücke bei der Stadt eingegangen, 60 Interessenten haben an der öffentlichen Losveranstaltung im Ratssaal teilgenommen. 

Das Grundstück hinter dem ZAE-Gebäude, wo der Kreativmarkt war, soll noch heuer verkauft werden. Dort ist  Geschosswohnungsbau geplant. Längerfristige Neubauprojekte auf dem ehemaligen LGS-Gelände sind: Ein Ärzte- und Wohnhaus auf der Festwiese gegenüber vom Hangar, der als Blumenhalle genutzt wurde und eine Wohnanlage am Eingangsbereich bei den Willkommensgärten. Auf dem ehemaligen Parkplatz Richtung Gerbrunn sollen zwei weitere Wohnquartiere mit Mehrfamilien-, Reihen- und Einfamilienhäusern entstehen.

Auch nach der offiziellen Übergabe des Geländes an die Stadt ist die LGS-Gesellschaft noch nicht fertig. "Der Rechnungslauf aus dem Jahr 2018 und die Vorbereitung des Jahresabschlusses und des Abschlussberichtes", nennt Heuberger Arbeiten, die ihn und seine Mitarbeiter in den nächsten Wochen weiter beschäftigen werden. 

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