WÜRZBURG

Landesgartenschau: Würzburg hat gute Chancen

Die Landesgartenschau 2016 findet auf jeden Fall in Nordbayern statt. Nach Vorstellung der Konzepte sind von den fünf Bewerbern nur noch die Städte Würzburg und Bayreuth im Rennen. Ausgeschieden ist dagegen der Landkreis Miltenberg.

Auch Fürstenfeldbruck und Neuburg/Donau (beide Oberbayern) konnten sich bei der Präsentation am Wochenende nicht durchsetzen. Am 1. und 2. April besucht nun die Vergabekommission die drei verbliebenen Bewerber für die kleine Gartenschau („Natur in der Stadt“) 2015 sowie Würzburg und Bayreuth als Konkurrenten um die Landesgartenschau (LGS) 2016. Die Entscheidung fällt unmittelbar nach der Besichtigung.



Unter dem Motto „Auf Augenhöhe mit der Festung“ will Würzburg mit der Gartenschau in sieben Jahren das 135 Hektar große Areal der von den Amerikanern geräumten Leighton Barracks entwickeln. Dort wird sich auf 39 Hektar auch die Universität erweitern. Das LGS-Konzept sieht eine ökologische Verbindung von Wissens-, Freizeit- und Wohnlandschaft vor. Ein neues Stadtquartier entsteht anstelle des Kasernengeländes. Die Gartenschau soll ein Motor sein.

Im Würzburger Rathaus freute man sich am Montag über den Anruf der Landesgartenschau-Gesellschaft. „Hier können wir zeigen, welches Potenzial das Gelände für eine Landesgartenschau besitzt“, sagte Oberbürgermeister Georg Rosenthal. Er war am Samstag mit dem Umwelt-und dem Baureferenten sowie zwei Planern nach München gereist, um das Würzburger Konzept zu präsentieren – laut Rosenthal „eine Bewerbung für die gesamte Region“.

Erst einmal hat bisher eine Landesgartenschau in Unterfranken stattgefunden. Das war 1990 in Würzburg. Die damalige Schau hält mit 2,5 Millionen Gästen noch heute den Besucherrekord. Oberfranken war zuletzt mit Kronach (2002), Marktredwitz/Eger (2006) und Bamberg (Ausrichter 2012) an der Reihe. Dennoch dürfe man den Regionalproporz nicht überbewerten, sagte Dagmar Voß, Geschäftsführerin der Gartenschau-Gesellschaft, am Montag. Das Rennen zwischen Bayreuth und Würzburg sei völlig offen. Einen Favoriten gebe es nicht. Voß: „Wir sind überzeugt, dass beide ein hervorragendes städtebauliches Konzept erarbeitet haben und in der Lage wären, eine Landesgartenschau auszutragen.“

Die oberfränkische Wagner-Stadt hat sich bereits zum dritten Mal beworben und will – so die Kernidee – einen neuen Park als Brücke zwischen der Innenstadt und der Eremitage schaffen. In Würzburg bietet sich nach Einschätzung von Voß die einmalige Chance, einen ganzen Stadtteil neu zu entwickeln, „das ist unheimlich spannend.“ Positiv sei an der Würzburger Bewerbung unter anderem die Nachhaltigkeit für die Bürger und deren frühe Einbeziehung in die Planung aufgefallen.

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