REGION WÜRZBURG

Landkreisbürger auf Entdeckungstour in Georgien

Georgien, am Ende von Europa war das Ziel einer vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und der Volkshochschule (VHS) im Landkreis Bamberg veranstalteten Reise. Die Teilnehmer erkundeten das Land zwischen Kaukasus und dem Schwarzen Meer unter der Leitung von Viktor Pechske.
Groß und teuer: Die Reisegruppe vor der Sameba-Kathedrale in Tbillissi der Hauptstadt von Georgien. Foto: HANNELORE GRIMM

Für die junge Georgierin Nuza Pridonaschwili war es ein Leichtes, die Teilnehmer aus den Landkreisen Würzburg und Bamberg für Georgien zu begeistern, das sich erst in jüngster Zeit für den Tourismus geöffnet hat.

Das Land, eingegrenzt von Russland, Armenien, der Türkei und Aserbaidschan bietet auf der Größe, die der von Bayern entspricht, eine Vielfalt von Sehenswürdigkeiten.

In der Hauptstadt Tbilissi (Tiflis), die einst als Knotenpunkt zwischen Europa und Asien galt, fesselten die alten Bauten mit ihren landestypischen Schnitzereien die Besucher.

Begeistert war die Gruppe auch über die mit immensen Kosten errichtete Sameba-Kathedrale, die als eine der größten orthodoxen Kirchen der Welt seit 2007 das Stadtbild prägt.

Bei der Rundreise erfuhren die Teilnehmer vieles über die wechselvolle Geschichte und das Leben der Menschen in Georgien: Das kleine Land, das sich nach 70 Jahren unter russischer Herrschaft 1991 seine Unabhängigkeit zurück erobert hat, zeigt neben den Spuren der Sowjet-Zeit vor allem seine einzigartigen Kunstwerke, die vorrangig die Religion vor Jahrhunderten hervorgebracht hat.

Bei der abenteuerlichen Fahrt über Buckelpisten staunten die Besucher über die schier unbeschreiblichen Wandmalereien in dem in den Fels gehauenen Lavra-Kloster in der Semi Wüste wie über die Sehenswürdigkeiten in dem von Wehrmauern umgebenen Städtchen Signagi.

Die Fahrt von Telavi hinauf in das rund 2100 Meter hoch gelegene Skisportzentrum Gudauri führte die Reisenden durch die fruchtbarste Region Georgiens, die sich Weinbau gemacht einen Namen gemacht hat.

Auf der alten Heerstraße, die einst Zar Alexander I. genutzt hat, ging es weiter durch eine Landschaft von unvorstellbarer Schönheit. Die Besichtigung der über 700 Jahre alten Dreifaltigkeitskirche, die auf einem zirka 2000 Meter hohen Berg thront und der grandiose Ausblick entschädigt für die „durchschüttelnde“ Anfahrt.

Alles über das Leben und das politische Wirken von Josef Stalin erfuhren die Reisenden in dessen Geburtsstadt Gori. Eindrucksvolle Erlebnisse und Einblicke in früheren Lebensweisen boten sich bei den Besichtigungen der Höhlenstädte in Uplisziche und Vardzia.

In Kutaissi, der historischen Hauptstadt des kolchischen Königsreiches begegneten die Besucher der Vergangenheit im Gelati-Kloster. Die weitläufige Anlage stemmt aus dem Mittelalter, beherbergt ein bedeutendes Zentrum für Religion und Philosophie und zählt zum Unesco-Weltkulturerbe.

Die georgische Küche mit ihren Köstlichkeiten, die kaum zu beschreibende reizvolle Landschaft und die Aufgeschlossenheit, mit der die Menschen auf Fremde zugehen werden den Besuchern aus dem westlichen Europa ebenso unvergesslich bleiben, wie die Frauen die mit dem Verkauf ihrer Stricksachen versuchen die Armut die im Land überall sichtbar ist, etwas zu mildern.

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