Rimpar

Lebenslange Treue für die Rimparer Handballer

Die alte und neue Abteilungsleitung der Rimparer Handballer auf einem Bild vereint (von links): Christian Krenz, Erich Kraus, Bastian Krenz, Waltraud Sauer und Simon Dod.
Die alte und neue Abteilungsleitung der Rimparer Handballer auf einem Bild vereint (von links): Christian Krenz, Erich Kraus, Bastian Krenz, Waltraud Sauer und Simon Dod. Foto: Jörg Rieger

Am Montagabend ist bei der rund 465 Mitglieder zählenden Handball-Abteilung der SG DJK Rimpar eine Ära zu Ende gegangen. Waltraud Sauer und Erich Kraus sind wie geplant aus der Abteilungsleitung ausgeschieden. Künftig wird sie nur noch aus drei gleichberechtigten Personen bestehen: Christian Krenz, Bastian Krenz und Simon Dod.

Zunächst hatte alles wie immer begonnen. Sauer begrüßte bei der Jahresversammlung die Anwesenden, bat zum Totengedenken und verlas ihren, mit allerlei Fakten bestückten Jahresbericht. So sind fast 50 Prozent der Mitglieder unter 18 Jahren, ein knappes Drittel ist weiblich. Eine lebenslange Vereinstreue wird seltener – genau wie die Familienmitgliedschaft.

Dann ging Sauer auf die zahlreichen sportlichen Erfolge des vergangenen Jahres ein. Auch vergaß sie wie immer nicht, sich bei den vielen Ehrenamtlichen zu bedanken – und startete noch einen Appell. "Immer mehr Helfer müssen wegen Alter oder Erkrankung aufhören. Damit das Vereinsleben weitergehen kann, brauchen wir dringend Nachwuchs. Ansonsten werden wir dieses Niveau nicht halten können."

Über 20 Jahre an der Spitze

Und dann war es schließlich soweit: Nach 20 Jahren an der Spitze der Rimparer Handballer trat Sauer zurück. Der Spagat aus Ehrenamt, Beruf und Pflege der Eltern sei zu groß geworden, erklärte die zu Tränen gerührte Ärztin: "Der Schritt ist mir nicht leicht gefallen. Doch jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um Platz zu machen für jüngere Menschen mit anderen Ideen, Visionen und Sichtweisen." Sie werde, versicherte die Mutter zweier erwachsener Söhne, im Hintergrund dabei bleiben. "Der Handball gehört einfach zu meinem Leben."

Als Sauer fertig war, zögerten die Mitglieder keinen Moment – und spendeten ihr stehende Ovationen. Diana Link, sportliche Leiterin des Hauptvereins und langjährige Begleiterin von Sauer, ging in ihrer Laudatio auf viele Anekdoten ein. Wie aus der "Waldi", die schon zu ihrer aktiven Zeit bei den Grün-Weißen auf dem Feld immer zur Stelle war, die "Waltraud" wurde, worauf sie nach ihrem "Sprung ins kalte Wasser" (O-Ton Sauer) im Jahr 1999 wert legte.

"Ich möchte mich für deinen Mut bedanken. Du hast mit deiner offenen Art vieles nach vorne gebracht – allen voran unseren Damenbereich", sagte Link an Sauer gerichtet: "Auch beim Saubermachen bist du immer mit Spachtel und Handschuhen vorangegangen. Du warst eine Abteilungsleiterin, die sich wirklich für keine Arbeit zu schade war."

Finanzen im Plus

Erich Kraus zog sich ebenfalls wie angekündigt von seiner offiziellen Funktion zurück. In der Abteilungsleitung war er zuvorderst für die Finanzen, aber auch viele weitere Aufgaben wie das Layout des Hallenjournals oder die Spielplan-Gestaltung zuständig. Auch er referierte ein letztes Mal über das Zahlenwerk, das er auch dank des Kassenwarts Paul Fleder geordnet übergibt. "Die Ausgaben steigen bei uns wie überall an. Für eine leistungsorientierte Nachwuchsarbeit muss man Geld in die Hand nehmen", erklärte Kraus. "Doch auch die Einnahmen aus Catering und Sponsoring konnten wir steigern." Unterm Strich steht im zurückliegenden Jahr ein Überschuss für die Abteilung von 7616,60 Euro.

Ein Schwerpunkt wird weiterhin die Entwicklung talentierter Handballer sein, die Bastian Krenz gemeinsam mit seinem Team schon vor einigen Jahren professionalisiert hat. Vater Christian kümmert sich um die Felder Finanzen, Sponsoring und Organisation. Und Simon Dod hat weiterhin die technische Spielleitung inne.

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