"Lehren aus der Geschichte ziehen"

Berlin/New York (dpa) Am ersten weltweiten Holocaust-Gedenktag hat der Bundestag feierlich die Millionen Opfer des Nationalsozialismus gewürdigt.
Weltweit wurde am Freitag der       -  Weltweit wurde am Freitag der Holocaust-Gedenktag begangen. Auch im Konzentrationslager Sachsenhausen in
der Nähe von Berlin wurde an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Weltweit wurde am Freitag der Holocaust-Gedenktag begangen. Auch im Konzentrationslager Sachsenhausen in der Nähe von Berlin wurde an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Foto: FOTO RTR
"Wir gedenken in Demut, Trauer und dem feierlichen Versprechen, in Zukunft die Freiheit zu achten und zu verteidigen", sagte der Publizist und Holocaust-Überlebende Ernst Cramer am Freitag bei der Gedenkfeier im Reichstag, an der auch Bundespräsident Horst Köhler teilnahm. "Wir gedenken aller, die von den Nationalsozialisten und ihren Helfershelfern drangsaliert, unterdrückt, verdammt, vertrieben und schließlich ermordet wurden."

 

Bundestagspräsident Norbert Lammert nannte Auschwitz Stätte und Symbol für den von Deutschen begangenen millionenfachen Mord an den Juden, an anderen Volksgruppen und an Nazi-Gegnern. "Wir müssen, wollen und werden weiterhin bereit sein, Lehren aus unserer Geschichte zu ziehen", sagte er. "Dass sich Auschwitz nicht wiederholt, ist in unserer aller Verantwortung." Lammert kritisierte die antisemitischen und israelfeindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.

Der 27. Januar - der Tag, an dem 1945 das Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit wurde - wird heuer erstmals weltweit als Gedenktag begangen. Die Vereinten Nationen hatten dieses Datum 2005 zum internationalen Gedenktag gemacht. UN-Generalsekretär Kofi Annan erklärte in New York: "Die Leugnung des Holocaust ist das Werk von Verblendeten."

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