Würzburg

Leserforum: Es fehlt ein Konzept

Zu den Artikeln "WVV baut 14-Millionen-Euro-Haus im Hubland" vom 10. Mai und "Kritik gegen Neubauten entlang der Bahn" vom 20. April erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

Anlässlich der Entwicklung des neuen Stadtteils Hubland sprach unser Oberbürgermeister Schuchardt von einer prosperierenden Stadt. Leider prosperiert auch der Verkehr, aber die Straßen und Verkehrsinfrastruktur nicht! Außer der Erweiterung des Stadtteils am Hubland , Erweiterung der Uni mit heute 26 000 Studierenden, Baumaßnahmen wie Frankenhalle, Bismarckquartier, Studentenheim, Novum-Quartier, EON-Quartier, Quellenbach-Areal,  Areal der Multifunkionshalle und Areal des Campus Mitte ist die Verkehrsstruktur nicht angepasst worden.   

Die Entwicklung mit der Anbindung des Universitätsklinikum ZIM und ZOM, sowie die in Planung befindliche Kopfklink geht weiter. Auch die Randgemeinden, wie Gerbrunn und Rottendorf  entwickeln sich weiter.

Es gibt keine dem Bedarf angepassten Verkehrswege zu allen Objekten, schon gar nicht in die Region.  Eine Linie 6 schafft sicher eine Entlastung, löst aber das Problem des wachsenden  Bedarfs nicht. Selbst, wenn 50 Prozent der Menschen, die in den neuen Objekten wohnen oder arbeiten, den ÖPNV nutzen,  dann sind die geplanten Maßnahmen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.  

Ein "Green-City-Plan" schafft bestimmt eine Entlastung der Innenstadt, löst aber langfristig das Problem und auch die damit verbundenen Schadstoffbelastungen nicht. Der Verkehr zu allen Objekten wird auf Straßen, die in den 60er Jahren gebaut wurden, oder früher vorhanden waren, abgewickelt. Diese führen durch Wohngebiete mit Tempo 30  (siehe Grombühl oder Keesburg). Autobahnen aus den 60er Jahren werden dem heutigen Verkehr angepasst oder neu gebaut. Den Verkehr schränkt man in den Wohngebieten ein, aber es gibt bis heute keine Alternativen.  

Es fehlt seit Jahren eine dem Bedarf angepasste Verbindung vom Süden, Heidingsfeld  und den angrenzenden im Süden befindlichen Gemeinden zur Uni  -  nun auch dem neuen Stadtteil Hubland, Uni und  Gerbrunn.

Das alles ist nur über Straßen wie, Kant-, Keesburg-, oder Zeppelinstraße und in Grombühl  mit Tempo 30 zu erreichen. Auch der Regionalverkehr, der durch die Uni im Hubland führt, geht nur mit Tempo 30 und wird mit geparkten Autos und Wohnwagen gebremst. Neue Verkehrstrassen sind aus der Stadtplanung  nicht bekannt. Wie entwickelt sich das Areal zwischen IKEA und Lindleinsmühle in den nächsten Jahren?

Es fehlt eine Ost-Spange, die den Verkehr von der Autobahn, Heidingsfeld, Anbindung B 13, über Uni, Stadtteil Hubland, zur B 8 und über Lengfeld, B 19, Lindleinsmühle, bis zur neuen Kopfklink und Oberdürrbach führt. Damit wäre auch der Greinberg und der Südring entlastet.

Man konzentriert sich auf die Verbesserung des Greinberg-Knotens statt die Entwicklung der Stadt langfristig  im Auge zu behalten. Es fehlt eine Vision oder ein Konzept, wie sich die Stadt und der Verkehr in naher Zukunft und in zehn oder 20 Jahren gestaltet und geleitet werden soll.  

Günter Rohleder
97084 Würzburg

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