Würzburg

Leserforum: Mit dem Abriss geht das Besondere verloren

Zum Artikel "Was jüngst verloren gegangen ist" vom 18. Dezember 2019 erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

Es ist mehr als begrüßenswert, dass sich diese Zeitung mit dem Verlust an historischer Bausubstanz befasst, der mit dem Abrisskalender beklagt wird. Dies ist aber mehr als der Verlust einiger Denkmäler, sondern ein echter Substanzverlust für die Stadt. Das Besondere, das Würzburg ausmacht, sind nicht die austauschbaren Stadtentrées wie die schmucklosen Büro- und Geschäftshäuser an der Schweinfurter Straße oder die uniforme Bebauung des Hublands mit Wohnwürfeln. Vielmehr machen gerade solche Objekte den Charme Würzburgs aus, deren Abriss nun wirklich einen Verlust darstellt, und die Modernisierungs- und Wachstumsvorstellungen geopfert werden. Man erinnere sich nur an die Bau- und Stadtbildsünden der 1950er und 1960er Jahre, für die man ästhetisch und ökologisch heute die verspätete Rechnung zahlt.

Ein ähnlicher Substanzverlust lässt sich auch in den Einkaufsstraßen der Innenstadt feststellen, in denen immer mehr kleine Einzelhändler auch bedingt durch den zunehmenden Online-Handel durch Ketten, Fastfood und ähnlichem verdrängt werden, die nun wirklich in jeder beliebigen Stadt zu finden sind. Eine ganze Reihe der früher typischen Bäcks sind das nur noch dem Namen nach oder sind tourismuschicen Kneipen gewichen.

Gerhard Schmidt
97070 Würzburg

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