WÜRZBURG

Linke Parolen am Germania-Haus

Schmierer-Alarm: Unbekannte verunzierten das Haus der Burschenschaft Germania am Nikolausberg. Foto: Germania

(ej) Schon vor einigen Tagen wurde die „Nikolausburg“, in der seit knapp 100 Jahren die Burschenschaft Germania ihr Heim gefunden hat, Opfer eines oder mehrerer Schmierers. Die Verantwortlichen der Burschenschaft sehen darin einen politisch motivierten Angriff von linken Kräften. Die Westfassade des unter Schutz stehenden Gebäudes wurde mit mehreren Parolen wie „Deutschland verrecke“ und „Faschisten bekämpfen“ beschmiert, ebenso wurden Fenster, Haustüren und Schilder verschandelt.

Die Kripo ermittelt. Präsidiumssprecher Michael Zimmer: „Aufgrund der Parolen und Schriftzeichen gehen wir auch von politisch links motivierten Akteuren aus. Wir haben bisher keine heiße Spur und keine konkreten Hinweise.“ Den Schaden schätzen Burschenschaft und Polizei auf etwa 1000 Euro.

In einer Pressemitteilung stellen die Germanen fest: „ Die Würzburger Burschenschaft versteht sich seit 193 Jahren als festen Bestandteil des Universitären und gesellschaftlichen Lebens dieser Stadt und ihrer Bevölkerung. Jeder der sich für die Verbindung, ihr Tun oder ihre Ideale interessiert, ist willkommen. Auch für Kritik ist man offen. Die Burschenschaft Germania sieht sich als weltoffene und politisch ungebundene Studentenverbindung, weshalb derartige Übergriffe auf völliges Unverständnis stoßen müssen und keine Berechtigung haben.“

Politischen Extremismus, egal ob von links oder rechts, lehnen die Germanen ab, so die Mitteilung weiter. Da sie diese Prinzipien nicht in vollem Umfang vom Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) und dessen Organen gewährleistet sah, traten die Würzburger 2008 aus dem Dachverband aus.

Angesichts vieler weiterer derartiger Straftaten aus dem linksextremistischen Spektrum, die in den vergangenen Wochen deutschlandweit für hohe Schäden an Verbindungshäusern sorgten, ist fraglich, ob nun auch die 40 Würzburger Verbindungen sich künftig auf solche Übergriffe einstellen müssen, sorgen sich die Verantwortlichen der Germania.

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