Würzburg

Litauischer Botschafter trug sich ins Goldene Buch ein

Der außerordentliche Botschafter der Republik Litauen in der Bundesrepublik Deutschland, Darius Semaška, (Mitte) trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Würzburg ein. Von links: Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer.
Der außerordentliche Botschafter der Republik Litauen in der Bundesrepublik Deutschland, Darius Semaška, (Mitte) trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Würzburg ein. Von links: Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer. Foto: Claudia Lother

Der außerordentliche Botschafter der Republik Litauen in der Bundesrepublik Deutschland, Darius Semaška, hat sich in das Goldene Buch der Stadt Würzburg eingetragen. Anlässlich der offiziellen Einweihung des restaurierten Friedensengels besuchte der Botschafter Würzburg, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zuvor hatte er an der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Berliner Reichstag teilgenommen, deren Hauptredner der französische Präsident Emmanuel Macron war. Wie Macron betonte Semaška in Würzburg die Wichtigkeit der Europäischen Union, deren Mitglied Litauen erst seit 2004 ist. Auch NATO-Mitglied ist Litauen erst seit 2004.

Im Gespräch mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt betonte der Botschafter, dass sich Litauen als naher und guter Nachbar Deutschlands verstehe und beide Nationen ein großes kulturelles Leben in Ostpreußen vereine. Auch Schuchardt fand Beziehungspunkte zwischen Deutschland und Litauen, das er erst unlängst besucht hätte.

Die Statue des Friedensengels am Würzburger Hauptfriedhof mit seinem Pendant in Litauen sei Verbindungsglied zwischen Würzburg und Litauen: Sie ist Erinnerung des Witwers Fürst Napoleon Adam Sviatopelk-Mirski an seine viel zu früh in Würzburg verstorbene Ehefrau, die polnisch-litauische Fürstin Ludwika.

Litauen befindet sich im Süden des Baltikums. Als Großfürstentum erstreckte es sich im Mittelalter und der frühen Neuzeit über das Territorium der heutigen Staaten Litauen, Weißrussland, teilweise auch Ukraine, Russland und Polen. Auf dem Höhepunkt seiner Macht kurz vor 1400 reichte es bis zum Schwarzen Meer.

1569 wurde ein gemeinsamer Staat Polen-Litauen gegründet. Mit der dritten Teilung Polens kam 1795 Litauen bis 1918 unter russische Oberhoheit und erklärte 1918 seine Unabhängigkeit, es folgte jedoch die sowjetische Okkupation ab 1940. Erst 1990 erlangte Litauen seine Unabhängigkeit wieder. Litauen hat heute etwa 2,8 Millionen Einwohner.

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