Würzburg

Literarischer Neujahrsempfang: Wo Wünsche manchmal wahr werden

Der Autorenkreis Würzburg lud zum zehnten Mal zu seinem literarischen Neujahrsempfang ein. In der Stadtbücherei gab es Kostproben aus den Werken der Mitglieder.
Es geht um "Sternenblütenträume": Ulrike Sosnitza las beim literarischen Neujahrsempfang aus ihrem neuesten Roman. Foto: Patrick Wötzel

Sie stehen stellvertretend für die lebendige Literaturszene der Stadt: 22 Autorinnen und Autoren aus der Region gehören dem "Autorenkreis Würzburg" an, der zum zehnten Mal zu seinem literarischen Neujahrsempfang in die Stadtbücherei eingeladen hatte und dabei wie immer Kostproben aus den Werken seiner Mitglieder präsentierte.

Nachdem bei der Veranstaltung in den letzten Jahren der Max-Dauthendey-Saal im Falkenhaus immer aus allen Nähten platzte, hatte die scheidende Bücherei-Chefin Anja Flicker dieses Mal den Lesesaal der Stadtbücherei zur Verfügung gestellt, der ebenfalls fast komplett besetzt war. Geboten war wieder ein abwechslungsreiches Programm, das neugierig auf die Werke der Autorenkreis-Mitglieder machen sollte. Acht Autorinnen und Autoren lasen Auszüge aus ihren jüngsten Werken und zeigten dabei die komplette Bandbreite literarischen Schaffens: Vom fränkischen Haiku von Moderator Gunther Schunk über Kurzgeschichten und Lyrik bis hin zu einer Stelle aus dem Roman "Sternenblütenträume" von Ulrike Sosnitza, der am 10. Februar im Heyne-Verlag erscheinen wird.

Prominentes Grußwort

Zum Neujahrsempfang gehört immer auch ein prominentes Grußwort, in diesem Jahr hatte der Autorenkreis mit Kathrin Jacobs die Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur eingeladen. "Als die Einladung kam, wusste ich noch nicht, dass bei diesem Neujahrsempfang ein geheimnisvoller Zauber Wünsche zur Wirklichkeit werden lässt", sagte sie zur Begrüßung und nannte zwei Beispiele: Vor einigen Jahren hatte sich Anja Flicker als Neujahrs-Rednerin eine neue Form der Bücherei gewünscht, und im vergangenen Jahr sei die neue Stadtteil-Bibliothek am Hubland eröffnet worden, die als so genannter "dritter Ort" zwischen Zuhause und Arbeitsplatz schnell zum "Wohnzimmer des Stadtteils" und internationalem Vorzeige-Prestigeobjekt der Stadt geworden sei.

Inzwischen hat der Stadtrat einen Bibliotheks-Entwicklungsplan beschlossen: "Die Nachfolge von Frau Flicker darf sich auf eine spannende Herausforderung freuen", sagte Jacobs. Auch der Wunsch von Kulturreferent Achim Könneke nach einem Literaturhaus für die Stadt beim letztjährigen literarischen Neujahrsempfang scheint nach ihren Worten auf einem guten Weg zu sein: Im Kulturbeirat hat sich kürzlich eine Initiative vorgestellt, die sich für das Projekt stark machen wird.

Kulturakteure verhelfen zu einer lebendigen Kulturstadt

Auch Jacobs ließ es sich nicht nehmen, eigene konkrete Wünsche zu äußern: "Ich sehe vor meinem geistigen Auge ein Kulturquartier mit dem Literaturhaus, einem kleinen Jazz-Club, Ateliers, Ausstellungsräumen und Proberäumen für das Tanztheater. Einen adäquaten Ersatz für die Posthalle und einen weiteren städtischen Konzertsaal könnte ich mir auch ganz gut vorstellen." Bedarf gebe es im Bereich der so genannten freiwilligen Leistungen des Kulturbetriebs immer. Unabhängig  von der Infrastruktur und der Höhe der Zuschüssen seien es allerdings die einzelnen Kulturakteure, Künstler und Veranstalter, "die Würzburg zu einer so lebendigen Kulturstadt machen", betonte Jacobs.

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