WÜRZBURG

Löwenbrücke: Eigener Weg für Radfahrer

Gedrängel auf der Löwenbrücke. Wo passt da der Radfahrer noch hin?OBERMEIER Foto: Foto:

Die Löwenbrücke oder auch Ludwigsbrücke ist eine Engestelle, vor allem für Radfahrer und Fußgänger. Und sie ist gefährlich. Nach einem schweren Unfall im vergangenen September, bei dem ein Autofahrer ein Kleinkind auf dem Fußweg schwer verletzte, gilt Tempo 30. Seinerzeit wurde ein Sicherheitskonzept beschlossen. Zumindest, was die Radler anbelangt, steht eine verbesserte Verkehrssituation in Aussicht: Ein eigener Radweg auf der Brücke. Die Stadträte im Umwelt- und Planungsausschuss wollen an diesem Dienstag entsprechende Planungen beschließen.

Das Ganze steht unter der Überschrift „Lückenschluss Radnetz Ludwigsbrücke in Verbindung mit Leistungssteigerung des Knotenpunktes Leistenstraße/Mergentheimer Straße. Die Bauverwaltung hat in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro fünf Varianten untersucht. Die zwei von der Verwaltung favorisierten Lösungen haben eine große Gemeinsamkeit: Jeweils die rechte der beiden stadtauswärts führenden Autospuren wird in einen 2,50 Meter breiten Radweg für den Radverkehr in beide Richtungen umgewandelt.

Angebunden werden soll der neue Radweg auf der westlichen Mainseite über die bestehende Fußgängerrampe, die verbreitert werden soll. Auch im näheren Umfeld, am Knotenpunkt Saalgasse/Leistenstraße/Mergentheimer Straße sind Verbesserungen für die Radfahrer geplant – unter Berücksichtigung möglicher Staugefahren beim Autoverkehr.

Die Planungen wurden bereits dem Radverkehrsbeirat vorgestellt und laut Rathaus dort begrüßt. Die fahrradfreundliche Umgestaltung ist keine billige Angelegenheit. Nach großer Kostenschätzung müssen dafür 3,1 Millionen Euro investiert werden. Die Ausschreibung der Arbeiten, so die Kalkulation der Verwaltung, erfolgt Ende diesen Jahres, Baubeginn dann im nächsten Jahr und Fertigstellung spätestens 2017.

Über die Löwenbrücke fahren täglich 22 000 Autos, in einem Zeitraum von zwölf Stunden 1300 Radfahrer. Obwohl sie rein rechtlich auf der Straße fahren müssten, fahren dort laut einer Verkehrserhebung der Verwaltung lediglich 22 Prozent. Die übrigen 78 Prozent weichen sicherheitshalber auf die Gehwege aus, die allerdings auch nur 1,50 Meter breit sind.

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