WÜRZBURG

Luther und die Revolution in Würzburg

18 000 Bauern, drei Mal so viel wie die Stadt Einwohner hatte, lagerten im Frühjahr 1525 vor den Toren Würzburg. Beim zweifachen Sturm auf die Festung entschied sich der Aufstand.
Blutige Szene im Bauernkrieg: Rechts in der Bildmitte dargestellt ist hier die Hinrichtung von Aufständischen im Juni 1525. Foto: STAATSBIBLIOTHEK BAMBERG
Auf seinem Weg zur Heidelberger Disputation, dem Streitgespräch, machte der Augustinermönch Martin Luther am 18. und 19. April 1518 in Würzburg Halt. Im Augustinerkloster, wo heute die Polizeiinspektion umgebaut wird, übernachtet er. Und er erhielt eine Audienz bei Fürstbischof Lorenz von Bibra. Dieser bezeichnete den Reformator aus Wittenberg als „rechtschaffen“. Zeitgenossen Bibras waren der Auffassung, dass der Fürstbischof selbst der lutherischen Lehre zuneige. Der Würzburger Stadtschreiber Martin Cronthal korrespondierte mit Luther und ließ sich von diesem beraten. Und im Würzburger ...