UNTERPLEICHFELD/ BERGTHEIM

Machbarkeitsstudie zur B 19: München sagt nein

Ortsumgehung B 19: Die erhoffte Machbarkeitsstudie wurde im Wirtschaftsausschuss des Landtags abgelehnt.

Müssen die Bürger der betroffenen Gemeinden Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben das Projekt begraben?

Plakatierter Protest: Wie hier in Bergtheim zeugen auch in Unterpleichfeld, Opferbaum und Eßleben große Hinweisschilder vom Unmut der Anwohner über das Verkehrsaufkommen auf der B 19 und ihrem Wunsch nach einer großräumigen Ortsumgehung. Die Hoffnungen, dass eine Machbarkeitsstudie doch durchgeführt wird, haben sich jetzt zerschlagen. In Unterpleichfeld und Bergtheim wird das Staatliche Bauamt in diesem Jahr mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrten beginnen. Durch den Einbau lärmmindernder Beläge soll die Situation für die Anwohner verbessert werden. Foto: IRENE KONRAD

Die „Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung und Ortsumgehung B19“ und genervte Anwohner in Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben müssen eine weitere herbe Niederlage einstecken. Am 5. Februar hat der Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie im Bayerischen Landtag den gemeinsamen Antrag der SPD und der Freien Wähler auf eine Machbarkeitsstudie für eine Ortsumgehung abgelehnt.

Die Bürgerinitiative hatte Hoffnungen in den Antrag gesetzt, den die Abgeordneten Volkmar Halbleib (SPD) und Hans Jürgen Fahn (Freie Wähler) fraktionsübergreifend initiiert hatten. „Für zukünftige Planungen von Wohn- und Gewerbegebieten ist es in den einzelnen Ortschaften zwingend erforderlich, eine mögliche Route unter Berücksichtigung von Bodenverhältnissen, Wasserschutzgebieten und anderen Kriterien in den Flächennutzungsplänen aufzunehmen“, hatte BI-Sprecher Michael Wild aus Unterpleichfeld auf Erfolg in München gehofft.

Erster Antrag in Berlin gescheitert

Doch eine im Dezember 2013 vom Würzburger Kreistag beantragte Machbarkeitsstudie war vor einem Jahr schon vom Bundesverkehrsministerium abgelehnt worden. Im Juli 2014 waren Schreiben aus Berlin sowie vom Bayerischen Innenministerium, mit jeweils gleich lautendem Inhalt, beim Landratsamt eingegangen, dass eine Umgehung für die betroffenen Gemeinden nicht zu realisieren sei.

Die beiden Landtagsabgeordneten Halbleib und Fahn hatten ihren Antrag im vergangenen Dezember gestellt – und jetzt im 18-köpfigen Ausschuss persönlich begründet. „Ich bin dem Ausschuss weit entgegen gekommen, indem ich auf die Verknüpfung zur Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan verzichtet habe“, zeigt sich Halbleib enttäuscht über die Ablehnung. „Lasst uns doch wenigstens mal die Machbarkeitsstudie machen“, habe er seine Abgeordnetenkollegen gebeten. Aber selbst damit sei er bei den stimmberechtigten Abgeordneten von CSU und Grünen auf taube Ohren gestoßen, klagt Halbleib.

Gespräch mit Aiwanger

Wie er und FW-Mann Fahn weiter verfahren wollen, haben sie noch nicht entschieden. Zunächst wollen die Freien Wähler am Freitag, 20. Februar, um 15 Uhr im Unterpleichfelder Pfarrheim mit ihrem Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger über ihre Sorgen zum Verkehrsaufkommen und über den Wunsch nach einer weiträumigen Ortsumgehung sprechen.

Ausführliche Infos zur Problematik in den betroffenen Dörfern gibt es unter www.ortsumgehung.info

Der Wirtschaftsausschuss

Der Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie ist einer von 13 ständigen Fachausschüssen des Bayerischen Landtags. Ihm gehören insgesamt 18 Abgeordnete an: zehn von der CSU, vier von der SPD sowie je zwei von den Freien Wählern und von Bündnis 90/Die Grünen.

Vorsitzender ist der CSU-Abgeordnete Erwin Huber, stellvertretender Vorsitzender der Abgeordnete Martin Stümpfig. Der Ausschuss unterstützt das Landtagsplenum bei der Vorberatung der vorliegenden Anträge und Gesetzentwürfe sowie bei der Erarbeitung von sachgerechten Beschlüssen.

Vom Stimmkreis Würzburg-Land ist keiner der Abgeordneten im Wirtschaftsausschuss. Somit konnte keiner von ihnen beim Antrag auf die Machbarkeitsstudie mit abstimmen.

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