Ochsenfurt

Machtwechsel im Rathaus

Auch wenn es so aussieht, der dritte Bürgermeister Joachim Eck (rechts) hatte keine Narrenkappe auf. Aber er und die derzeit amtierende zweite Bürgermeisterin Rosa Behon (links) mussten das Rathaus den Narren übergeben. Und so regieren nun 45 Tage lang Prinz Philipp und seine Prinzessin Lena in Ochsenfurt.
Auch wenn es so aussieht, der dritte Bürgermeister Joachim Eck (rechts) hatte keine Narrenkappe auf. Aber er und die derzeit amtierende zweite Bürgermeisterin Rosa Behon (links) mussten das Rathaus den Narren übergeben. Und so regieren nun 45 Tage lang Prinz Philipp und seine Prinzessin Lena in Ochsenfurt. Foto: Helmut Rienecker

Wie schon seit Jahren begann der Sturm des Ochsenfurter Carneval Clubs OCC  auf das Rathaus mit einem Gottesdienst. Der fand heuer in der Stadtpfarrkirche statt. Diakon Norbert Hillenbrand hatte sich viel Mühe bei der Vorbereitung gegeben, denn er sprach nur in Reimen. Zum Glauben an Gott, so meinte er, gehöre auch Feiern, Lachen und Humor. Denn Gott meine es gut mit uns und will, dass wir glücklich sind. Von der Narrenschar bekam er für seine Predigt viel Applaus, sonst eher ungewöhnlich in einem Gotteshaus.

Dann formierten sich die Narren, Garden voraus zum Sturm auf das Rathaus.

Doch eines sei gleich zuvor bemerkt, die Narren glaubten, dass heuer viele mehr Ratsmitglieder als früher das Rathaus verteidigten. Aber trotz bevorstehender Neuwahlen fanden sich nur sieben von den 27 Bürgervertretern ein, um ihre Macht zu verteidigen.

Neben der zweiten Bürgermeisterin Rosa Behon und dem dritten Bürgermeister Joachim Eck standen noch Ingrid Stryjski, Judith Schieblon, Sigfried Scheder, Christoph Braterschowski und Thilo Hemmert auf der Balustrade am Rathaus. Immerhin einige wenige mehr als im Vorjahr. Dennoch hatten sie keine Chance gegen die riesige Übermacht der Faschingskasper.

Neben den Mitgliedern und Garden des OCC waren auch noch Musiker der Trachtenkapelle Kleinochsenfurt, die Kracken aus Goßmannsdorf, die Kümmeltürken aus Winterhausen, eine Abordnung der RoKaGe aus Rottendorf, der Höppers aus Albertshofen und der Nachtschwärmer aus Würzburg angetreten.

Geplagt von Mikrofonpannen begann Conny Leimeister ihr Streitgespräch mit den beiden Bürgermeistern. Auf ihre Forderung nach dem Rathausschlüssel entgegnete Eck: Schert Euch fort am besten weit, wir haben für euch keine Zeit, Überhaupt – ihr seid spät dran, am 11.11 fängt der Fasching an.

Worauf von Narrenseite dagegengehalten wurde. Denn bei der Stadt , so die Meinung, dauert auch alles länger. Baugebiete, Stadthalle oder die neue Mainbrücke. So flogen die verbalen Bälle noch eine Zeitlang hin und her, bis die Stadtoberen sich gegen Böllerschüsse mit Papierkugeln zur Wehr setzten.

Dann drückten die Gardemädels die Tür auf, hinter der sich die Stadtoberen verschanzt hatten. Vor dem Rathaus mussten sie dann Stadtkasse und Rathausschlüssel abgeben, denn die nächsten 45 Tage regieren die Narren im Städtchen.

Promt erschienen dann auch gleich die neuen Regenten. Prinzessin Lena Amon aus Stalldorf und ihr Prinz und Freund Philipp Heißwolf aus Freudenbach bei Creglingen.  

Rückblick

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  4. GCC-Zwiefl-Elf übernimmt die Regentschaft
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  10. Bad Kissingen: Datenschutz ist stärker als die Narren
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  20. Vom Faschingsmuffel zum Prinzen
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  27. Michael III. und Stefani I. regieren
  28. Kurze Unruhen in Burgsinn überstanden
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  37. Stefan I. und Jeanette I. regieren Würzburgs Narren
  38. Sechs Prinzenpaare in Schweinfurt, eins in Würzburg
  39. ESKAGE geht mit sechs Prinzenpaaren in die Session
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