WÜRZBURG

Mächtig Muskelkater vom Fotografieren

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Natürlich ist das „Umsonst & Draussen-Festival“ auch bei seiner 27. Auflage immer noch in erster Linie ein Musikfestival. Am Samstag und am Sonntag sind 30 Bands zu sehen und zu hören, insgesamt waren es über 50. Aber: „Der Kunstbereich des Festivals hat sich in den letzten Jahren fast unbemerkt immer weiter entwickelt”, sagt Festival-Chef Ralf Duggen.

In diesem Jahr steht eine Ausstellung im Mittelpunkt, die in harter Arbeit beim letztjährigen „U&D“ entstanden ist. Benjamin Brückner hat an drei Tagen fünfhundert Festival-Besucher fotografiert und präsentiert die Schwarz-Weiß-Porträts als „500 Faces” (500 Gesichter) im Kunstzelt.

50 Leute hatte der 31-jährige Fotograf davor schon mal innerhalb von zwei Tagen abgelichtet und als „50 Faces” auf dem U&D ausgestellt. „Ich wollte schon immer möglichst viele Menschen unter exakt gleichen Bedingungen und im gleichen Format aufnehmen”, so Brückner. Die Idee, daraus „500 Faces” zu machen, entstand spontan bei einem Telefonat mit Ralf Duggen. Danach wurde Brückner nach eigenen Worten „von den Ereignissen überrollt”.

Schnell wurde ihm klar, was es bedeutet, 500 Menschen innerhalb von drei Tagen zu fotografieren: 27 Stunden war er zusammen mit sechs Helfern fast pausenlos beschäftigt, um alle Portraits während des Festivals in den Kasten zu kriegen. Und das nicht etwa digital, sondern analog mit einer Großformat-Polaroid-Kamera, die vollen körperlichen Einsatz forderte. „Es war sehr anstrengend, ich hatte Muskelkater in Armen und Beinen”, erzählt Brückner

Die 500 Kinder, Frauen und Männer nahmen teilweise lange Wartezeiten auf sich, um sich fotografieren zu lassen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen waren alle mit ihrem Foto zufrieden: „Ich hätte vorher nicht gedacht, dass es so gut funktioniert.“ Mit jedem Besucher führte er ein kurzes Gespräch und kann sich auch ein Jahr später noch an viele der Begegnungen erinnern: „Ich möchte die Leute, die ich fotografiere, zumindest kurz kennenlernen.“

Entstanden sind 500 Schwarz-Weiß-Momentaufnahmen, die in ihrer Gesamtheit bei der Ausstellung eine ganz besondere Wirkung entfalten. „Es ist nicht nur ein Abbild der Festival-Besucher, es ist ein Abbild von Würzburg”, sagt Ralf Duggen.

Zu den künstlerischen Elementen beim „Umsonst & Draussen” gehört auch in diesem Jahr eine Installation der Gruppe „Laserkoala”, die aus 720 Bierkästen der Distelhäuser Brauerei riesige Sitzgelegenheiten gebaut hat. Die Öltonnen, die von Künstlern anlässlich der Aktion „Würzburg liest ein Buch” gestaltet wurden, sind auf den Mainwiesen ebenso zu sehen wie die erweiterte Ausstellung „50 Jahre Popmusik in Würzburg”.

Und das ist noch nicht alles: Manou Wahler und ein Künstlerkollege verwandeln einen zweiten Pfeiler der Brücke der Deutschen Einheit in ein Kunstwerk. Das „Bockshorn” präsentiert auf der Cairo-Bühne Nachwuchs-Kabarettisten, und die Filminitiative e.V. zeigt anlässlich ihres 40. Geburtstags am Samstagabend ab 21.15 Uhr im „Drinnen”-Zelt eine Auswahl interessanter Kurzfilme.

500 Gesichter auf Polaroid gebannt: Die Ausstellung „500 Faces“ im Kunstzelt beim Umsonst & Draussen-Festival ist schon ein mehrmaliger Besuch wert. Foto: PATRICK WÖTZEL
Benjamin Brückner Foto: WÖTZEL

Rückblick

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  3. Umsonst & Draussen Würzburg: Anfahrt, Bands, Öffnungszeiten
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  10. Würzburg feiert zum 30. Mal umsonst und draussen
  11. Umsonst & Draussen 2017: Jetzt auch wieder mit Zirkuszelt
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  16. U&D: 85 000 Musikfans ignorieren den Regen
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  20. Mächtig Muskelkater vom Fotografieren
  21. Vier Tage Musik und Kunst beim Umsonst&Draussen-Festival
  22. 90 000 kamen zum U&D in Würzburg
  23. „Umsonst und Draussen“: Wo sich ganz Würzburg trifft
  24. UUD: Wo Zelte und Stiefel fliegen
  25. Red Manhole auf dem U&D
  26. Umsonst & Draußen: Lageplan
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  47. Umsonst & Draussen: Wenig Sonne und viel Musik
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  49. Umsonst &Draußen: Das musst du sehen!
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