Würzburg

„Mahnmal Hexenverfolgung“

Bei einem P-Seminar „Mahnmal Hexenverfolgung" beschäftigten sich zehn Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Röntgen-Gymnasiums mit dem Thema der Verfolgung und von vermeintlichen „Hexen". Ziel war es, dass anschließend jeder Kursteilnehmer je einen Entwurf für ein Mahnmal zum Thema konzipierte und diesen anschließend in Form eines Modells umsetzte, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zunächst hatte sich der Kurs mit dem Thema Hexenverfolgung in Mitteleuropa beschäftigt, wobei mit vielen „Mythen" aufgeräumt wurde. So sei dies keinesfalls ein Phänomen des Mittelalters, sondern vielmehr vor allem der frühen Neuzeit.

Auch waren Männer, teilweise sogar Kinder Opfer dieses Wahns. Besonders schockierend ist die Tatsache, dass auch heute noch Menschen, beispielsweise in einzelnen Ländern Afrikas oder Asiens wegen angeblicher Hexerei verfolgt und umgebracht würden. Unfassbar auch, wie lange die Hexenverfolgung in Würzburg andauerte. So wurde erst 1749 das letzte Opfer der Hexenverfolgung, die damalige Superiorin des Klosters Unterzell, Renata Singer, hingerichtet.

Die beiden Seminarbetreuer, Religionslehrer Martin Wohlleber und Kunstlehrer Hubert Pfingstl hatten die Vorgabe gemacht, sich wirklich zeitgenössische Formen von Denkmälern einfallen zu lassen und dabei möglichst auf figürliche Darstellungen zu verzichten. So sind die entstandenen Entwürfe meist eher abstrakt, in ihrem unkonventionellen Charakter aber spannend.

Die zehn Modelle sind nun zusammen mit je einem erklärenden Beitext in einer Ausstellung im Kilianeum - Haus der Jugend (Ottostraße 1) zu sehen. Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 18. Januar um 15 Uhr. Ausstellungsende: Freitag, 1. Februar.  Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 16 Uhr Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr.

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