Würzburg

Mainfranken Theater: Rohbau ist fertig, Richtfest fällt aus

Trotz der Corona-Krise sind die Bauarbeiten am Mainfranken Theater Würzburg im Zeitplan. Ein nächster wichtiger Schritt ist ab August geplant – mit Konsequenzen fürs Publikum.
Die Freitreppe im Rohbau des künftigen neuen Foyers des Mainfranken Theaters
Die Freitreppe im Rohbau des künftigen neuen Foyers des Mainfranken Theaters Foto: Mainfranken Theater/Britta Grigull

Trotz der Corona-Krise ist der Rohbau für den neuen Erweiterungstrakt des Mainfranken Theaters Würzburg termingerecht fertiggestellt worden. "Eigentlich hätten wir jetzt traditionsgemäß das Richtfest begehen wollen, aber das ist zum Schutze in Sachen Corona natürlich nicht denkbar", wird der Geschäftsführende Direktor Dirk Terwey in einer Pressemitteilung des Theaters zitiert. Umso mehr freue es ihn, dass die Rohbauphase trotz der allgemeinen Krisenlage innerhalb der Planungsfristen abgeschlossen werden konnte und es bisher kaum pandemiebedingte Einschränkungen gab, so Terwey.

Neue Spielstätte im Erweiterungsbau mit 330 Plätzen 

In dem Erweiterungsbau des Theaters soll künftig ein neues Kleines Haus mit rund 330 Plätzen bespielt werden. Sein Innenausbau und die technische Gebäudeausrüstung sind gestartet, die Eröffnung der neuen Spielstätte soll bereits im Laufe der nächsten Saison erfolgen.

"Mit unserem Kleinen Haus erhält das Mainfranken Theater erstmals eine Bühne, die insbesondere für Schauspiel, zeitgenössisches Musiktheater und Tanz geeignet ist", so Intendant Markus Trabusch laut der Pressemitteilung. "Die einstigen Kammerspiele, die ursprünglich gar nicht als Bühne gedacht und nur ein Notbehelf waren, haben damit endgültig ausgedient". 

Bestandssanierung folgt planmäßig im August

Ebenfalls begonnen haben inzwischen die Vorbereitungen für den Fassadenbau. Im August 2020 folgt planmäßig die Sanierung des Bestandsgebäudes mit seinem Großen Haus, das dann für das Publikum geschlossen wird. Neue und bewährte Interimsspielstätten, allen voran die Theaterfabrik Blaue Halle, treten ab der kommenden Spielzeit bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten hinzu und ermöglichen es, die gewohnte Fülle an Premieren, Konzerten und Abonnements zu bieten, teilt das Theater mit.

Hinter den Gerüsten ist der neue Kopfbau des Mainfranken Theaters zu erkennen. 
Hinter den Gerüsten ist der neue Kopfbau des Mainfranken Theaters zu erkennen.  Foto: Torsten Schleicher

Der Wiedereinzug ins frisch sanierte und erweiterte Mainfranken Theater – dann als Staatstheater – ist für die Saison 2022/23 vorgesehen. Insgesamt umfassen die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten die Errichtung eines neuen Kopfbaus mit Kleinem Haus, neuen Probebühnen und einer neuen gastronomischen Versorgung, die Schaffung eines neuen Orchesterprobenraums, die Sanierung des Haupttraktes mit dem Großen Haus sowie die Vergrößerung der Werkstätten. Außerdem sollen sämtliche bis dato ausgelagerte Arbeitsbereiche ins Theatergebäude integriert werden.

Das Bestandsgebäude des Mainfranken Theaters stammt aus dem Jahr 1966. Die Investitionen werden gemeinsam durch den Freistaat Bayern, die Stadt und den Landkreis Würzburg, den Bezirk Unterfranken sowie unter anderem auch aus Stiftungsmitteln und Spenden getragen.

Die Freitreppe im künftigen neuen Foyer des Mainfranken Theaters als Visualisierung.
Die Freitreppe im künftigen neuen Foyer des Mainfranken Theaters als Visualisierung. Foto: Illustration: pfp architekten hamburg

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