Rimpar

Margarete May-Page: Rimpar als Vorreiter für den Klimaschutz

Die IGU schickte in Rimpar Margarete May-Page ins Rennen um den Posten der Bürgermeisterin. Sie schaffte es in die Stichwahl. Mit welchen Themen sie punkten will.
Margarete May-Page hat es in die Stichwahl geschafft. Ihr liegen unter anderem Umweltthemen am Herzen.
Margarete May-Page hat es in die Stichwahl geschafft. Ihr liegen unter anderem Umweltthemen am Herzen. Foto: Christian Ammon

Mit 23,7 Prozent ist es Margarete May-Page als Kandidatin der Interessengemeinschaft Umwelt (IGU) Rimpar knapp gelungen, in die Stichwahl um das Amt als Bürgermeister einzuziehen. Wie möchte sie jetzt die Wähler überzeugen?

Frage: Haben Sie damit gerechnet, in die Stichwahl zu kommen?

Margarete May-Page: Gerechnet nicht, aber wirklich gehofft, da viele Rimparer mir gegenüber diese Prognose abgegeben haben.

In Bayern gilt wegen des Coranavirus Katastrophenfall. Wie können Sie nun Wahlkampf führen?

May-Page: Wir haben neue Plakate aufgehängt und setzen natürlich auf Social Media. Außerdem hatten wir einen Flyer vorbereitet und auch schon gedruckt. Als jedoch die Ausgangssperre erlassen wurde, haben ich mich bewusst dafür entschieden, ihn nicht mehr zu verteilen. Auch wenn wir damit Nachteile in Kauf nehmen. Ich sehe hier eine Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern und Mitbürgern.

Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten sechs Jahre?

May-Page: Wir haben in Rimpar die Chance, im Landkreis als Vorreiter den Klimaschutz voranzutreiben. Klimaschutz bringt oft eine Senkung der Kosten und rechnet sich schon nach kurzer Zeit. Für eine hoch verschuldete Gemeinde wie Rimpar kann dies ein wichtiger Beitrag sein, um einen soliden Haushalt vorzulegen. Hierzu gehört auch eine echte Nahversorgung, die wirklich auch zu Fuß erreichbar ist. Ein Vollsortimenter an der Umgehungsstraße zieht nur weiteren Verkehr an. Wichtig ist auch, dass wir wieder ein Pflegeheim bekommen.

Welche Qualifikation bringen gerade Sie mit, um diese Ziele umzusetzen?

May-Page: Ich bringe eine fast 30-jährige Erfahrung in der Verwaltung mit und habe in den letzten zwei Jahren eine Fortbildung für Führungsaufgaben absolviert. Ich sehe das Amt "Bürgermeisterin" als eine Berufung und bringe die erforderliche Leidenschaft mit. Mit Herz, Hand und Kopf möchte ich mich für unsere Marktgemeinde mit ihren Bürgern einsetzen.

Der Verkehr in Rimpar ist für die Anwohner kaum noch zu ertragen. Eine West- und Südumgehung sollen Entlastung bringen. Sie gehen aber mit erheblichen Eingriffen in die Natur einher. Wie stehen Sie dazu?

May-Page: Der Bau dieser Straßen bringt tatsächlich große Eingriffe, ich will daher, dass alles technisch Machbare in die Planung einfließt, um hier den Eingriff in die Natur zu minimieren. Mehr als Tempo 70 darf nicht zugelassen sein. Als IGU stehen wir ganz hinter der Umgehung, für die wir schon seit langem eintreten. Es gibt Gerüchte, wir wollten sie verhindern. Die stimmen nicht. Sie muss jedoch für die Gemeinde auch finanzierbar bleiben und wir dürfen nicht darauf warten, bis sie irgendwann fertig ist. Schon jetzt brauchen wir eine spürbare Entlastung durch eine Verlangsamung des Autoverkehrs und eine Förderung des Radverkehrs.

Was schätzen Sie an Ihrem Gegenkandidaten?

May-Page: Er hat lange Jahre Erfahrung als Gemeinderat und Fraktionssprecher. Ich kenne ihn jedoch nur flüchtig. Wichtig ist, dass wir fair miteinander umgehen. Egal wie die Wahl ausgeht, wir müssen später im Gemeinderat gut zusammenarbeiten können.

Margarete May-Page
Margarete May-Page ist verheiratet und hat drei Töchter. Die 50-jährige Regierungsinspektorin ist Kassiererin der IGU Rimpar, wo sie auch Vorstandsmitglied ist.

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