Margetshöchheim

Margetshöchheim befürchtet sinkende Einnahmen

Mit größtmöglichem Abstand: Die Corona-Abstandsregeln gelten auch für Gemeinderäte, deshalb fand die letzte Sitzung in der weiträumigen Margarethenhalle statt. Die surreale Szenerie war auch für die Lokalpolitiker gewöhnungsbedürftig.
Mit größtmöglichem Abstand: Die Corona-Abstandsregeln gelten auch für Gemeinderäte, deshalb fand die letzte Sitzung in der weiträumigen Margarethenhalle statt. Die surreale Szenerie war auch für die Lokalpolitiker gewöhnungsbedürftig. Foto: Tina Göpfert

Auch Lokalpolitik ist in Corona-Zeiten eine Herausforderung. Es war eine surreale Szenerie, als der Margetshöchheimer Gemeinderat kürzlich letztmalig in "alter Besetzung" in der Margarethenhalle zusammenkam: meterweiter Abstand zwischen den Tischen und eine Sitzordnung, die fast den gesamten Saal in Beschlag nahm.

Kämmerer Bruno Hartmann erläuterte den Haushaltsplan für 2020. Nach Berechnungen vor Corona steht die Gemeinde mit rund 10 Millionen Euro (4,1 Prozent weniger als im Vorjahr) solide da; die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sollten geschätzt um rund 50 000 Euro steigen. Wegen teurer Infrastruktur-Projekte wie Mainsteg, Parkplatz oder dem Erwerb des Klostergeländes mit rund 220 000 Euro waren Kredite von rund 400 000 Euro vorgesehen. Doch weiß niemand, wie sich die Zahlen entwickeln, man befürchtet finanzielle Einbrüche. Bürgermeister Brohm mahnte, man müsse sehr genau überlegen, was wann und wie realisiert werde und sagte, dass die Lage auch Auswirkungen auf die Ausgaben haben werde.

Dazu fragte Gemeinderat Simon Haupt (CSU) als Vorsitzender der Sportgemeinschaft SGM, wie es um Nothilfen für örtliche Vereine stünde. So bleibt etwa durch den Wegfall des Margaretenfests die Kasse leer und auch die Mittagsbetreuung des Fördervereins für Kinder und Jugendliche hat zu kämpfen. Der Gemeinderat entschied in einem Grundlagenbeschluss, Vereinen auf Antrag mit zinslosen Darlehen zu helfen. Norbert Götz (CSU) meinte: "Wir werden keinen Verein im Regen stehen lassen und schnell helfen."

Kita-Ausbau ins Rollen bringen

Großes Thema war wieder die Kindertagesstätte. Die jetzige Betriebserlaubnis für die Kita mit Notgruppen gilt noch zwei Jahre. Es ist Eile geboten, die Konzeption sowie die Bauzeit beträgt je etwa ein Jahr. Stephan Haas vom Planungsbüro Haas und Haas präsentierte, wie die bestehende Kita auf insgesamt drei Krippengruppen und sechs Kita-Gruppen erweitert werden könnte, in zwei Varianten direkt am Bestandsgebäude.

Es gab lebhafte Diskussionen um die Planung, in der SPD sowie der MM wurde gemahnt, auch alternative Lösungen zu überlegen. Laut Planung bliebe am Zeilweg genug Platz für eine öffentliche Spielfläche, sie stünde aber erst nach Bauende zur Verfügung. Positive Nachricht war, dass die Diözese künftig von Bauherrenschaften zurücktrete und man nach alternativen Trägern suchen kann. Einstimmig wurde die Verwaltung mit zahlreichen Aufgaben beauftragt, um den Ausbau jetzt ins Rollen zu bringen.

Ortstermin zu Bauabschnitt I der Mainlände

Teils heftige Diskussionen gab es um den Bauabschnitt I der Mainlände. Eigentlich war in vorigen Sitzungen schon alles beraten und beschlossen worden. Jetzt kam unter anderem die Wegeführung wieder in die Diskussion. Zudem war Brohm im Vorfeld mehrfach von Gemeinderäten gebeten worden, dass man sich von den geplanten Flächen mittels Markierungen vor Ort nochmal ein Bild machen wolle. Die SPD befürchtete, dass dadurch die Planung verschleppt würde und stimmte gegen den Vorschlag. Mit 12:5 Stimmen beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, Ortstermine mit Markierungen mit dem Planungsbüro arc.grün durchzuführen. Das Büro soll seine Planungen fortführen. Am 5. Mai konstituiert sich der neue Gemeinderat; in dessen erster Sitzung am 12. Mai sollen dann die Grundsatzbeschlüsse gefasst werden.

Über die Vollsperrung der ST2300 zwischen Zell und Margetshöchheim kursiert ein fehlerhaftes Datum: Die Straße bleibt bis zum 28. April gesperrt. Ab Mitte Mai wird wegen Ausbesserungsarbeiten die Kreuzung im Bereich Ein- und Ausfahrt Zeilweg für eine Woche gesperrt. Eine Durchfahrt zwischen Zeilweg und Kreuzung ist in dieser Zeit nicht möglich.

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