OCHSENFURT

Margot Hanika und die 240 Suppen

Suppe mit Kräutern, Suppe mit Lauch, mit Kürbis, mit Linsen, Tomaten, Pfifferlingen, Fenchel, Grieß, Rucola, Tofu, Topinambur – fast kein Ende findet die Aufzählung der Suppen, die Margot Hanika in ihr neues Kochbuch aufgenommen hat. Fünf Jahre hat die Ochsenfurterin daran gearbeitet, hat jede der 240 Suppen selbst gekocht und gegessen. Jetzt soll das Kochbuch in die Buchhandlungen kommen.
Fünf Jahre Arbeit: Margot Hanika aus Ochsenfurt hat ein Suppenkochbuch geschrieben. Das Werk soll in Kürze in die Buchhandlungen kommen. Foto: CLAUDIA SCHUHMANN

„Mein Buch ist für Hausfrauen gedacht“, erklärt Margot Hanika. Die 75-Jährige hat bereits zwei andere Kochbücher veröffentlicht: eines über Soßen und eines über Salate. Das neue Suppenkochbuch der ehemaligen Chemielaborantin und leidenschaftlichen Hobbyköchin enthält Tipps zur Resteverwertung sowie viele einfache und gesunde Rezepte.

Warum ausgerechnet Suppen? „Suppen sind kein Walking Food“, erklärt Margot Hanika, die viele Jahre lang Vorträge über gesunde Ernährung hielt. Das heißt, um eine Suppe zu essen, muss man sich Zeit nehmen. Sich an den Tisch setzen und in Ruhe löffeln.

Außerdem, verrät die 75-Jährige, seien Suppen eine gute Möglichkeit, Kindern das oftmals verhasste, aber gesunde Gemüse unterzujubeln. Auf einigen der Fotos ist ein Kindersuppenteller mit der berühmten orangefarbenen Fernsehmaus abgebildet.

Um das Foto dieses Tellers veröffentlichen zu dürfen, hat sich Margot Hanika extra eine Einverständniserklärung des Fernsehsenders beschafft. Überhaupt hat sie für die Fotos, die sie allesamt selbst gemacht hat, die Suppen liebevoll angerichtet und dekoriert.

Bei der Konzeption des Buches hatte Margot Hanika die Hausfrau vor Augen, die eine möglichst unkomplizierte Anleitung zur Zubereitung schätzt. Jeder Arbeitsschritt hat eine eigene Nummer, jedes Rezept ein buntes Foto. Die Suppen sind alphabetisch geordnet – vorne die Avocadosuppen, hinten die mit Wirsing. Dazu verrät die Autorin auch noch ein paar Tipps: Was tun, wenn die Suppe nicht bindet oder gerinnt?

Natürlich hat Margot Hanika nicht alle Rezepte selbst erfunden – bei 240 Suppen ein Ding der Unmöglichkeit. Sie hat mit Genehmigung der Urheber Rezeptideen gesammelt, ausprobiert und teilweise auch verändert. Ihr Borschtsch-Rezept beispielsweise stammt von einer Bekannten aus Kasachstan.

Obwohl Margot Hanika selbst die vegetarische Küche bevorzugt, finden sich auch Suppen mit Fleisch und Würstchen in ihrem Kochbuch. Auch mit allen Wassern gewaschene Hobbyköche werden in diesem Buch Rezepte finden, die ungewöhnlich sind: etwa eines für eine Kürbissuppe mit Sahne und Schokostreuseln. Die Naschkatzen hat Margot Hanika ebenfalls nicht vergessen und ein ganzes Kapitel mit süßen Suppen angefügt.

Damit die Anwender des Kochbuchs für ein Rezept nicht umblättern müssen, hat die Autorin das DIN-A4-Format gewählt. Sie ist schon gespannt, wie das Buch ankommt. 140 Exemplare hat sie drucken lassen – auf eigene Kosten. „Ich tue es für die Leute“, sagt sie. Und sie spielt mit dem Gedanken, das Salat-Buch neu auflegen zu lassen. Kein einziges Exemplar ist davon übrig, so gut hat es sich verkauft.

Zu kaufen gibt es das Suppenkochbuch für 19,95 Euro in der Buchhandlung am Turm in Ochsenfurt sowie bei Hugendubel in Würzburg.

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