Randersacker

Markige Worte des FDP-Landesvorsitzenden Föst in Randersacker

Auch im Landkreis traf sich die FDP zum politischen Aschermittwoch. Wie immer dabei die Parteifreunde aus dem Main-Tauber-Kreis. Was sie gemeinsam haben.
Der Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der FDP Bayern Daniel Föst fand in Randersacker deutliche Worte zum politischen Gegner und für die Zukunft der FDP. Foto: Matthias Ernst

Vorbildlich für die Zusammenarbeit der FDP nannte Bayerns Landesvorsitzender Daniel Föst die Zusammenarbeit der beiden FDP-Kreisverbände aus Würzburg-Land und Main-Tauber. Das Mitglied des deutschen Bundestages war Festredner beim politischen Aschermittwoch der beiden Kreisverbände im Gasthaus "Zum Löwen" in Randersacker.

"Die letzten Tage waren nicht spaßig für die FDP"
Daniel Föst, Landesvorsitzender FDP Bayern

Die Veranstaltung gibt es seit 1986 regelmäßig und von Anfang an mit dabei ist der Geschäftsführer der FDP im Main-Tauber-Kreis Ingo Brudereck. "Ich möchte mich bei allen bedanken, die den gemeinsamen politischen Aschermittwoch unterstützt haben", gab er das Lob auch an den Kreisvorsitzenden Wolfgang Kuhl, Würzburg-Land, weiter, zu dem seit 2003 eine enge Freundschaft besteht. "Für mich war es eine Ehre, 35 Jahre lang der Bevölkerung zu zeigen, dass wir alle in Frieden, Freiheit und Sicherheit mit den liberalen Grundsätzen 75 Jahre friedlich zusammenleben können".

Kein Wort zu Erfurt und der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich

Kein Wort zu Erfurt und der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten mit Stimmen der AfD. Auch Wolfgang Kuhl bezog sich mehr auf den Kommunalwahlkampf in Bayern, als auf die Bundespolitik. Nur mit einem Satz streifte er Erfurt. "Diese FDP wird nicht untergehen, selbst wenn wir von anderen Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen".

Die FDP sei schon immer die Partei der Mitte gewesen, deren "liberaler Kompass auf die Bürger ausgerichtet" sei. Er warb dafür, konstruktiv mit allen demokratischen Parteien zusammenzuarbeiten. Im Kreistag beobachte er beispielsweise, dass gute Vorschläge nur deshalb abgelehnt würden, weil sie von einer anderen Fraktion eingebracht würden.

Mit viel Optimismus geht die FDP in die Kommunalwahl in Bayern und die anstehenden Landtagswahlen. Im Bild von links Landtagsabgeordneter Helmut Kaltenhauser, Kreisvorsitzender Main-Tauber Benjamin Denzer, Bundestagsabgeordneter Daniel Föst, Bezirksvizepräsidentin Adelheid Zimmermann, Kreisgeschäftsführer Ingo Brudereck, Kreisvorsitzender Würzburg-Land Wolfgang Kuhl. Foto: Matthias Ernst

Ähnliches beobachtet auch der Landtagsabgeordnete Helmut Kaltenhauser. Im Finanzausschuss habe er schon länger auf die sich abschwächende Wirtschaft hingewiesen, sei allerdings von der Landesregierung nicht ernst genommen worden. Erst jetzt, wo die Anzeichen überdeutlich seien, würden auch die Mitglieder der bayerischen Landesregierung die Richtigkeit seiner Aussagen erkennen. Da klang schon ein wenig Wahlkampf mit, ebenso wie bei Benjamin Denzer, dem Kreisvorsitzenden der FDP im Main-Tauber-Kreis. Hier sind im kommenden Jahr Landtagswahlen und Denzer prangerte die Misserfolge der grün-schwarzen Regierung an. Verkehrspolitik, Schulpolitik und der Ausbau des Mobilfunknetzes waren nur einige Themen seiner Ausführungen.

Die großen Themen des Abends waren Transparenz und Offenheit

Die großen Themen des Abends waren Transparenz und Offenheit. Alle Redner legten hierauf besonderen Wert, so auch Daniel Föst. Der geborene Rhöner ist im Bundestag unter anderem im Bau- und Wohnungsausschuss aktiv, sowie in der Familienpolitik. "Die letzten Tage waren nicht spaßig für die FDP", streifte er Erfurt nur kurz. "Wir Freien Demokraten müssen wieder an die Macht kommen", um die Mitte der Gesellschaft wieder in den Vordergrund zu rücken. Die extremen Ränder seien keine Alternative für Deutschland.

Föst hatte für alle Parteien markige Worte bereit. "Die Grünen glauben, sie können mit Verboten die Welt retten", die FDP stehe aber für mehr Freiheit des Einzelnen und Eigenverantwortung.  Und für die aktuelle Situation der SPD hatte er nur ein Wort: eigene "Verzwergung". Horst Seehofer sei ein "Minister auf Abruf", nahm er Bezug auf die Situation bei der CSU. Das lähme die Bundesregierung ebenso, wie die Diskussion um einen neuen Vorsitzenden der CDU.

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